Willkommen

zum Workshop "OER / freie Materialien bei den Kunstlaboren"



Daniel Seitz
mediale pfade.org - Verein für Medienbildung


Erst-AutorInnen und ReferentInnen:
Anja Gebel, Julian Kulasza, Daniel Seitz; mediale pfade.de - Agentur für Medienbildung
Julia Richter, Simon Köhl; Gesellschaft für Bildung e.V.

in Kooperation mit Wikimedia Deutschland e.V., unterstützt und gefördert durch Medienanstalt Berlin-Brandenburg mabb.

Problemstellungen

71 Millionen Jugendliche besuchen keine Sekundarstufe. Es gibt 775 Millionen erwachsene Analphabeten. Fast alle Schulen auf der Welt verwenden veraltete Bildungsmaterialien.

Bildung hängt von der sozialen Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern ab.

Das Bildungssystem ist überlastet. Individuelle Förderung nach dem Stand der Didaktik ist nicht möglich.

PC und Internet ermöglichen mehr individuelle Förderung, sagen 77% der Lehrkräfte. 88% der MINT*-Lehrer
fordern mehr und bessere elektronische Lernmaterialien.

  



Video

Einführungsvideo zu OPEN EDUCATION von Creative Commons.

-> Auf Englisch

-> Auf Deutsch


OER Definition

"Einfach ausgedrückt steht der Begriff Open Educational Resources (OER) für jegliche Bildungsressourcen (...), die Lehrenden und Lernenden frei zur Verfügung stehen, ohne dass diese für die Verwendung Nutzungs- oder Lizenzgebühren zahlen müssten."(Quelle: "Was sind Open Educational Resources?", Bonn: Deutsche UNESCO-Kommission (2013))





OER Definition

Freie-Bildungs-Materialien

Frei:
- jeder darf sie nutzen

- jeder darf sie weiterverwenden

Bildung: Vermittlung von Wissen

Materialien: (Formate): "Ganze Kurse, Kursmaterialien, Module, Lehrbücher, gestreamte Videos, Tests, Software und jegliche andere Werkzeuge, Materialien, oder Techniken, die genutzt werden, um Zugang zu freiem Wissen zu unterstützen." (Hewlett Foundation)



- weitere Ansprüche an "frei" formuliert Serlo:

  • Zugänglichkeit auch für Minderheiten und durch aktives Zugehen, gute Didaktik und Pädagogik
  • "Open" eher als "offen" - transparenter Entstehungsprozess, transparente Interessen des Trägers
  • frei von Einzelinteressen, also unabhängig und daher notwendig kritisch
  • Bildung zur Freiheit durch Förderung von Metakognition und Emanzipation
  • (Erziehung zu Selbständigkeit und Tatkraft)

    ... detaillierte Ausführung

Meilensteine der OER-Bewegung

 2002: UNESCO-Initiative 'Free Educational Recources'

  • Weckte erstmals breites Interesse für das Thema
  • Hier wurde der Begriff OER zum ersten Mal geprägt

2003: Das Massachusetts Institute of Technology startet die Veröffentlichung von Kursunterlagen (MIT OpenCourseWare)

2006: Die Europäische Komission ko-finanziert erstmals Projekte zu OER (z.B. OLCOS, BAZAAR)

2007: Die OECD veröffentlicht eine Studie zu OER; Cape-Town-Erklärung zu OER wird verabschiedet.

2012: UNESCO Weltkongress verabschiedet die Pariser Erklärung zu OER

2016: erste große OER-Konferenz in Deutschland #OERde16

Khan Academy

Umfang des Projekts

  • Fächer: große Auswahl, naturwissenschaftlicher Schwerpunkt
  • Sprachen: Englisch, Spanisch, weitere kommen bald
  • 5000 Lernvideos
  • 10.000 programmierte Aufgaben
  • Eigenes Programm um Progammieren zu lernen
  • 6 Mio Nutzer pro Monat

Hintergrund

  • non-profit organization (gemeinnützig, nicht Gewinn-orientert)
  • Lizenzenz: cc-by-nc-sa (keine kommerzielle Nutzung)
  • keine demokratischen Organisationsstrukturen

Beispiellinks



Serlo



Umfang des Projekts

  • Ziel: Mehrsprachige Seite für zahlreiche Schulfächer
  • Erster Schritt: Deutschsprachige Lernseite für Mathematik
  • 3700 Übungsaufgaben, 360 Erklärungsartikel
  • Modul zur Prüfungsvorbereitung
  • 1800 NutzerInnen im Monat (Dezember 2013)

Hintergrund

  • Gemeinnützig, nicht gewinnorientiert
  • Lizenzenz: CC-BY-SA (wie Wikipedia)
  • Verein - demokratische Organisationsstrukturen

Beispiellinks

Individueller Nutzen

LehrerInnen / ErzieherInnen / AutorInnen / Kreative etc.

  • Es besteht ein Bedarf nach Dokumenten, Multimediamaterial, Wissen, oder Lehrmaterial.
  • Meist haben sich andere Personen zu diesem Thema schon einmal Gedanken gemacht und Material produziert.
  • Sie können diese Arbeiten suchen und vielleicht sogar mit anderen Personen in Kollaboration treten.
  • Das ist eine Effizienzsteigerung. Fokusierung ist möglich, da die Wissensverwaltung von einer Gemeinschaft getragen wird und Mehrfacharbeit wegfällt.  

    Wenn Sie möchten, stellen Sie anschließend Ihre Weiterentwicklung oder Aktualisierung wieder der Gesellschaft zur Verfügung .


    Beispiel Mediale Pfade
  • Alle Auftragsergebnisse werden unter freier Lizenz veröffentlicht.
  • Im Selbstverständnis festgeschrieben http://medialepfade.de/ueberuns/selbstverstandnis/
  • Die Materialien im großen Umlauf führen regelmässig zu Neubuchungen.

Paradigmenwechsel


Foto: CC-BY-SA opensourceway.com

Meins! Meins! Meins! war gestern: Vom kleinen persönlichen Schatz zum großen Schatz des Gemeinguts

Im Wettbewerb: Vom Geheimnisträger zum Vorbild

Digitale Güter: Vom Zweiteilen zum Multiplizieren



Herausforderungen

  • Kollaboration ist ungewohnt für manchen
  • Alle Weiternutzer müssen sich an die Bedingungen halten
  • Materialien sind schwierig aufzufinden
  • Für manche Bereiche ist noch wenig Material vorhanden
  • Persönlichkeitsrechte werden ggf. auch berührt
  • Qualitätssicherung


CC-BY-SA: opensourceway

Wertvolle Wirkungen

Chancengerechtigkeit durch freie Verfügbarkeit guter Lernmaterialien für jeden

Demokratisierung des Bildungssystem durch Möglichkeiten breiter Beteiligung

Bessere Lehre dank mehr Vielfalt und autodidaktischerem Arbeiten

CC-BY-SA opensourceway


Lizensierung

Warum ist Lizensierung wichtig?

  • Damit das Teilen und gemeinsame Verwenden von Materialien leichter wird, gleichzeitig aber die Urheberrechte der erstellenden Personen so gesichert werden, wie sie sich das wünschen, gibt es die Möglichkeit, diese Werke mit entsprechenden Hinweisen zu versehen.
  • 2001 Gründung der gemeinnützigen Organisation Creative Commons


(der Vortragsteil zu Lizensierung und Lizenzen basiert auf Informationen von folgenden Seiten: http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons, http://creativecommons.org/licenses/?lang=de, http://www.cc-your-edu.de/die-cc-idee/die-cc-lizenzen http://www.cc-your-edu.de/cc-wahlen/fallstrick-nc/)

Die CC Lizenzen - was steckt dahinter?

  • Traditionelles rechtliches Werkzeug: Dies ist der zu jeder Lizenz gehörige rechtsverbindliche Lizenzvertrag
  • Commons Deed: Die Commons Deed ist eine praktische Referenz für Lizenzgeber/innen und Lizenznehmer/innen – sie fasst die wichtigsten allgemeinen Geschäftsbedingungen zusammen und audio-visualisiert sie.
  • CC Rights Expression Language (CC REL): Damit die Programme im Web leicht erkennen können, dass ein Werk unter einer Creative Commons Lizenz verfügbar ist, gibt es auch eine für Maschinen lesbare Version der jeweiligen Lizenz.


Video: http://www.youtube.com/watch?v=cxE8b-oi5Gk

CC-Licence-Manager


Die CC-Lizenzen im Überblick

Screenshot von http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/ 


Die CC Lizenzen mit Beispielen

Tools: OER finden, plazieren und lizensieren

 

Photo: CC-BY 0.2 | David Lofink | http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/


Wo und wie finde ich OER im Netz?

Allgemeine Suchmaschinen

  • Eingabe der CC-Lizenzen als zusätzliche Suchbegriffe
  • OER-Suchfilter (z.B. bei Google)
  • Browser-Plugin zur Erkennung von CC-lizenziertem Material (z.B. bei Chrome)


Spezialisierte Suchmachinen und Portale


Allgemeine Portale mit Möglichkeit zur CC-Suche

  • Flickr & Flickr Commons
  • Youtube
  • Vimeo
  • Soundcloud
  • Magnatune
  • Jamendo


Wie kann ich OER teilen?

Plattformen/Repositorien

OER-Webverzeichnisse

Wie lizenziere ich meine OER?

 


 

Mittagspause

 
CC-BY-SA opensourceway