Betriebliche Informationssysteme


VL 01 – Grundlagen


Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

kuehne@informatik.uni-leipzig.de


Szenario: Instandhaltung technischer Anlagen

Beiträge von BIS zur Erfüllung der Unternehmensmission





"Aktuelle" Trends

Globalisierung

 ▪ zunehmende Im- und Exporte ▪ weltweiter Handel ▪ Verlagerung von Geschäftsfunktionen und Abläufen ▪ Onshore ▪ Nearshore ▪ Offshore ▪ Internationalisierung ▪

Dienstleistungsgesellschaft

  • Wandel von Industriegesellschaften zu wissens- und informationsbasierten
  • Anteil von Wissen an Wertschöpfung steigt
  • wissens- und datenintensive Produkte
  • Hybride Wertschöpfungsketten 

Wandel von Organisationsstrukturen

  • Klassisch
    • hierarchische, zentralisierte, strukturierte Organisationsformen

    • Verwendung von Handbüchern und Verfahrensvorschriften zur Organisation von Abläufen
  • Modern
    • flachere, dezentralisierte, flexible Organisationsformen
    • Schnelle Reaktion auf Marktanforderungen


 

Reorganisation

  • Teams

  • Bürokratieabbau

  • Hierarchieabbau

  • Gruppen

  • Prozessautomatisierung

 

Vernetzte Unternehmen

  • alle wesentlichen Geschäftsvorgänge
  • alle betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche
  • alle wesentlichen Beziehungen zur Umwelt (Lieferant, Kunde)
  • werden durch (integrierte) IKT unterstützt
  • Vernetzte Unternehmen

Open Source

  • Software
    • Quelloffen
    • Freie Verfügbarkeit
    • Veränderbarkeit/Erweiterbarkeit
  • Motivation
  • Herstellerunabhängigkeit
  • Lizenzkosten
  • Software-Qualität, Prüfbarkeit
  • Interoperabilität

[http://www.opensource.org/files/Initial-OSI-Affiliates.gif]

Web 2.0

  • Soziale Netzwerke, Social Media
    • Facebook, XING, LinkedIn, Google+, …
    • YouTube, Flickr, …
    • Weblogs, Twitter, …
  • Semantic Web
  • Linked Open Data

Cloud Computing

  • z. B. Amazon Web Services
    • Amazon Elastic Compute Cloud (EC2)
    • Amazon Simple Storage Service (Amazon S3)
  • PaaS – Platform as a Service
  • SaaS – Software as a Service
  • IaaS – Infrastructure as a Service

Auswirkungen?

Layer 1 Geschäftsführung Lieferant Gutachter Anlage Investor, Betreiber Anlage Betriebsführer Außenstelle Service-Manager







Grundbegriffe

 Information

Intuitives Verständnis von Information

Layer 1 Information Daten Zeichen, 1850 DWZ 1850 1 2 3 ... Signale Nachricht Ereignis !

Begriffstetraeder


Wort, Bild Abstractum Intension Concretum Extension [Quelle: Ortner 1983] Layer 1 Begriff, Information, Wissen Gegenstand Mentale Repräsentation, Vorstellung


Sichtweisen auf Information

Layer 1 Information Kommunikations- theorie Betriebswirtschaft Semiotik ...


Information – Betriebswirtschaftliches Verständnis

Produktionsfaktoren [Gutenberg 1979]

  • Elementarfaktoren:
    objektbezogene Arbeitsleistung, Betriebsmittel und Werkstoffe

  • Dispositive Faktoren:
    Betriebs- und Geschäftsleitung, Organisation und Planung

  • Grundlage für produktions- und kostentheoretischen Überlegungen

Information – Betriebswirtschaftliches Verständnis

 - Information als Produktionsfaktor

  • immaterielle aber keineswegs kostenlose Ressource

 - Information als Produkt

  • Informationen unterliegen einem Lebenszyklus

  • Wertabhängige Behandlung von Informationen

  • Grundlage für neue Geschäftsmodelle (Google, Xing)

Materielles Wirtschaftsgut vs. Informationen

Layer 1 Grenzkosten Logistik Besitz Schutz Teilbarkeit ... Vervielfältigungs- kosten Wertverlust bei Gebrauch Marktwert Materielles Wirtschaftsgut Information


Materielles Wirtschaftsgut vs. Informationen

Materielles Wirtschaftsgut

Information

Hohe Vervielfältigungskosten

Niedrige Vervielfältigungskosten

Angleichung der Grenzkosten an die Durchschnittskosten

Grenzkosten der (Re-)Produktion nahe Null

Wertverlust durch Gebrauch

Kein Wertverlust durch Gebrauch

Individueller Besitz

Vielfacher Besitz möglich

Wertverlust durch Teilung, begrenzte Teilbarkeit

Kein Wertverlust durch Teilung, fast beliebige Teilbarkeit

Identifikations- und Schutzmöglichkeit

Probleme des Datenschutzes und der Datensicherheit

Logistik oft aufwändig

Logistik einfach

Preis/Wert im Markt ermittelbar

Preis/Wert nur schwer bestimmbar

Begrenzte Kombinationsmöglichkeiten

Ansammlung schafft bereits neue Qualitäten, weitgehende Möglichkeiten der Erweiterung und Verdichtung

Verwandte Konzepte

 - Informationsversorgung

  • Informationsbedarf

  • Informationsangebot

 - Informationsmanagement

  • Informationsasymmetrien

  • Informationsfluss

  • Datenqualitätsmanagement

  • Dokumentenmanagement

  • Wissensmanagement

Informationsbedarf

 - Entscheidungsprozesse
Layer 1

 - Informationsbedarf

  • Art, Menge und Beschaffenheit von Informationen, die für eine (fundierte) Entscheidung erforderlich ist (z.B. Qualität, Vollständigkeit, Sicht, Zeit)

  • Definiert durch Entscheider bzw. Anforderungen an Entscheidung

    • Subjektiver Informationsbedarf

    • Objektiver Informationsbedarf

Layer 1 Informations- bedarf Problem- definition Bedarfs- analyse Bewertung Erhebung Nutzung


Informationsangebot

  • Bestimmt wie gut Informationsbedarf für eine Entscheidung abgedeckt werden kann

  • Definiert durch Menge an verfügbaren unternehmensinternen und -externen Informationen

    • Breite und Tiefe der Informationsbasis

    • Strukturierung, Filterung, Integration

  • Organisationsübergreifende Integration erfordert

    • Standardisierte Begriffe

    • Kompatible Schnittstellen

    • Individuelle Verarbeitungsleistungen







Grundbegriffe

 Betriebliche Informationssysteme

System

  • Von sýstema, „das Gebilde, Zusammengestellte, Verbunden“

    „Gesamtheit von Elementen, die so aufeinander bezogen sind und in einer Weise wechselwirken, dass sie als eine aufgaben-, sinn- oder zweckgebundene Einheit angesehen werden können und sich in dieser Hinsicht gegenüber der sie umgebenden Umwelt abgrenzen.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/System

[Quelle: Thränert 2007]

Intension und Entwicklungen der Systemtheorie

  • Interdisziplinäres Erkenntnismodell
  • Grundlage: Allgemeine Systemtheorie von Ludwig von Bertalanffy (1950)
    • Statt isolierte Betrachtung von Einzelphänomenen
    • Beschreibung von Phänomenen in ihrer Vernetzung
    • Universalitätsanspruch
  • Verwandte Gebiete
    • Informationstheorie, Kybernetik, Katastrophentheorie, Chaostheorie, Komplexe adaptive Systeme
  • Anwendung in
    • Biologie, Chemie, Informatik, Wirtschaftswissenschaften, …
  • Interdisziplinarität behindert einheitliche Systemtheorie

Systeme

  • Mikroebene vs. Makroebene

  • Emergenz: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!“ Aristoteles

  • Systeme bilden Teile von übergeordneten Systemen

  • Modellcharakter

    • Isolierte Betrachtung

    • Systemgrenzen zweckmäßig

    • Aufbau und Funktionsweise eines Systems hängen von dem Standpunkt des Betrachters ab; subjektives Herausgreifen/Weglassen bestimmter Elemente/Beziehungen

Eigenschaften von Systemen

 - Komplexität/Kompliziertheit

  • Bestimmt durch Art/Zahl/Stärke/Dichte der Elemente/Beziehungen

  • Strukturelle Komplexität: Anzahl Beziehungen/Anzahl Elemente

  • Zeitliche Komplexität: Anzahl möglicher Zustände

 - Dynamik

  • Betrifft zeitliches Verhalten, abhängig vom Beobachtungszeitraum und Beobachtungsintervall

  • Statische Systeme

  • Dynamische Systeme

Eigenschaften von Systemen (2)

 
 
Wechselwirkungen:
Stoffaustausch
Energieaustausch
 
 
  • Isolierte Systeme
  • o
    o
     
     
  • Geschlossene Systeme
  • o
    x
     
     
  • Offene Systeme
  • x
    x

    • Adaptivität/Flexibilität

      • Fähigkeit zur Anpassung an geänderte Umweltbedingungen

    • Kopplung

      • Loose Kopplung vs. enge Kopplung

    • Kontinuität

      • (zeit-/zustands-)diskrete Systeme vs. kontinuierliche Systeme

    Informationssystem

     - Ein Informationssystem dient

    • der rechnergestützten

      • Erfassung

      • Speicherung

      • Verarbeitung

      • Pflege

      • Übertragung

      • Anzeige

      • ...

    • von Informationen und Daten

    Betrieb

    Layer 1 Unternehmen Öffentliche Betriebe und Verwaltungen Betriebe Wirtschafts- einheit Private Haushalte Öffentliche Haushalte Wirtschafts- einheit Gewinnmaximierung, Privateigentum, Autonomieprinzip Wirtschafts- einheit Gemeinnützigkeit, Gemeineigentum, Organprinzip Wirtschafts- einheit Bund, Länder, Kommunen Betrieb einer Infrastruktur, z.B. Bildungswesen, Rechtswesen Fremdbedarfsdeckende Wirtschaftseinheit Markt, Wirtschaft Wirtschafts- einheit Konsum, Produktion für Eigenbedarf


    Betriebliches Informationssystem

    • Mensch-Aufgabe-Technik- (MAT)-Systeme

      • Soziotechnisches System (Mensch, Maschine)

      • Erzeugung und Benutzung von Informationen durch softwaretechnische Hilfsmittel

      • Verbunden über Kommunikationssysteme

      • Zweckbestimmung (Aufgabe)

    • Leistungssystem

      • Informationsverarbeitende Teile der betrieblichen Leistungserstellung

    • Lenkungssystem

      • Planung, Steuerung, Kontrolle betrieblicher Aktivitäten

    Anwendungssysteme in Informat...

    Layer 1 Betriebliche Aufgaben Prozesse Anwen- dungen Anwendungssystem (Technik) Informationssystem Management Daten Infrastruktur Organisation



    Anwendungssystem

     - für Anwendungsbereiche wie 

    • Beschaffung
    • Produktion
    • Vertrieb

     - existieren Anwendungsprogramme bzw. Anwendungssoftware

     - neben Software auch Hardware und Betriebssysteme

     - Einbettung in organisatorisches Umfeld (Arbeitsabläufe)


    EVA-Prinzip

    Layer 1 Anwendungssystem Umwelt Kunde Lieferant Unternehmen Wettbewerber Eigentümer Behörden Eingabe Verarbeitung Klassifizierung Strukturierung Berechnung Ausgabe


    Aufgaben betrieblicher Anwendungssysteme

    • Automatisierung von Aufgaben der operativen Ebene

    • Automatisierung von Aufgaben der administrativen und strategischen Ebene

      • Technische Infrastruktur zur Informationsverarbeitung und Kommunikation innerhalb und zwischen Unternehmen

      • Analyse und Beschreibung von Abläufen im Unternehmen

    • Strategische Weiterentwicklung der IKT-Nutzung

      • Organisation und Sicherung der DV-Nutzung

      • Analyse von Nutzen und Wirtschaftlichkeit des Computereinsatzes

    Ziele betrieblicher Anwendungssysteme

    • Restrukturierung und Rationalisierung von Abläufen/Prozessen
      • Wettbewerbsfähigkeit

      • Marktchancen

    • (Bestmögliche) Information betrieblicher Entscheidungsträger auf allen Managementebenen

    • Beitrag zu (bestmöglichen) Unternehmungsentscheidungen und Controlling der Erwartungen/Auswirkungen

    • Prognose/Simulation von Entscheidungskonsequenzen 




    Klassifikation(-sansätze)

    von Anwendungssystemen

    Kurzer Einschub: Klassifikation

    • Klassifikation
      • planmäßige Sammlung von abstrakten Klassen (auch Konzepten, Typen oder Kategorien), die zur Abgrenzung und Ordnung dienen
    • Klasse
      • Zusammenfassung beliebiger Objekte
      • definiert durch Eigenschaften (Intension, Klasseneigenschaft)
    • Vorteile
      • Universalität, Kontinuität, Aktualität, Erweiterbarkeit
    • Nachteile
      • festgelegte Systematik, hierarchische Strukturen, oft keine eindeutige Zuordnung zu Klassen

    Klassifikationskriterien für Anwendungssysteme

    • Hardwarearchitektur
    • Softwarearchitektur
    • Grad der Entscheidungsunterstützung
    • Organisatorische Ebene
    • Funktionsbereich
    • Integrationsart
    • Branche

    Klassifikationskriterien

    • Hardwarearchitektur
      • Großrechner
      • Arbeitsplatzrechner
      • Mobile Geräte
    • Softwarearchitektur
      • Desktop-Systeme
      • Client/Server-Systeme
      • Verteilte Systeme

    Grad der Entscheidungsunterstützung

    Layer 1 Betriebliche Anwendungssysteme Operative Systeme Analyse- systeme Administrations- systeme systeme systeme systeme Dispositions- Planungs- Kontroll-


    Operative Systeme

    • Administrationssysteme

      • Administrationssysteme zielen auf die Rationalisierung der Massendatenverarbeitung und damit auf Rationalisierungsnutzen, aber auch auf die Beschleunigung von Prozessen bzw. auf Durchlaufzeitverkürzung.

    • Dispositionssysteme

      • Über die reine Administration hinaus haben Dispositionssysteme die Aufgabe, entweder menschliche Entscheidungen vorzubereiten oder sie zu erübrigen, indem die Rechenanlage die Entscheidungen selbst trifft.

    Analysesysteme

    • Planungssysteme
      • Planung ist die Ermittlung von Sollvorgaben aus Vergangenheitsdaten
      • Entscheidungen auch bei schlecht strukturierten Problemen
      • keine vorgegebene Periodizität
      • Planungsmodelle erstellt das Top-Management
      • Entscheidungsfindung durch Mensch-Maschine-Dialog
    • Kontrollsysteme

      • Für die Überwachung der Einhaltung von Plänen
      • weisen ggf. auf einzuleitende Maßnahmen hin
      • Prinzip: Symptomerkennung – Diagnose – Therapievorschlag –Therapieprognose

    Auswertungs- und Berichtssysteme

    • Präsentation von aufbereiteten Informationen zu vorgeplanten Zeitpunkten nach Benutzeranforderungen
      • zeitgesteuert z.B. zum Monats- oder Quartalswechsel
      • ereignisgesteuert
    • Visualisierung von Sachzusammenhängen
      • Informationsfunktion
      • Dokumentationsfunktion
    • Optimale Bereitstellung von Informationen nach wirtschaftlichen Kriterien
    • Kategorien: Standardbericht, Abweichungsbericht, Bedarfsbericht

    Auswertungs- und Berichtssysteme (2)

    1. Statisch
      1. Auswertungen von Key Performance Indicators (KPI) im Rahmen von Kennzahlensystemen
      2. Balanced-Scorecard-Systeme
      3. Datenanalysen durch Data Mining
    2. Dynamisch
      1. On-Line Analytical Processing (OLAP)
    1.3, 2.1 - Business Intelligence

    Organisatorische Ebene

    Vertrieb Marketing Fertigung Produktion Finanz- und Rechnungs- wesen Personal- wesen Operative Ebene Management- Ebene Ebene Strategische Layer 1


    Anwendungssysteme – Beispiele und Klassifikation

    Layer 1 Personal- wesen Finanz- und Rechnungs- wesen Fertigung Produktion Vertrieb Marketing Management informations- systeme (MIS), Entscheidungs unterstützungs- systeme (EUS) Ebene Strategische Management- Ebene Operative Ebene Operative Systeme Unterstützungs- systeme für Führungsebene (FUS) Umsatz- trendvorhersage Personal- planung 5-Jahres- Geschäftsplan Gewinn- planung Arbeits- kostenanalyse Budget- planung Lagerbestands- kontrolle Vertriebs- leitung Auftrags- bearbeitung Material- wirtschaft Lohnbuch- haltung Kreditoren- buchhaltung Personal- verwaltung


    Anwendungssysteme – Beispiele und Klassifikation (2)

    FUS -

    Systeme auf der strategischen Ebene des Unternehmens, die die unstrukturierte Entscheidungsfindung insbesondere durch erweiterte Grafik- und Kommunikationsfunktionen unterstützen sollen.

    MIS -

    Systeme auf der Managementebene eines Unternehmens, die durch die Bereitstellung von Standardübersichtsberichten sowie Berichten über Abweichungen der Planung, Kontrolle und Entscheidungsfindung dienen.

    EUS -

    Systeme auf der mittleren Managementebenen von Unternehmen, die Daten mit ausgeklügelten analytischen Modellen oder Datenanalysewerkzeugen kombinieren, um schwach strukturierte oder unstrukturierte Entscheidungsfindungsprozesse zu unterstützen.

    Operative Systeme -

    Anwendungssysteme, die die täglichen, für den Geschäftsbetrieb notwendigen Routinetransaktionen ausführen und aufzeichnen

    Beziehungen zwischen Anwendungssystemen

    Layer 1 FUS EUS Operative Systeme MIS


    Management

    Layer 1 Betriebliche Aufgaben Prozesse Anwen- dungen Anwendungssystem (Technik) Informationssystem Management Daten Infrastruktur Organisation


    Management

    • Aufgabe

      • Situationen einschätzen

      • Entscheidungen fällen

      • Lösungswege schaffen

    • Ebenen, z. B.

      • Oberes Management

      • Mittleres Management

      • Operatives Management

    Vertrieb Marketing Fertigung Produktion Finanz- und Rechnungs- wesen Personal- wesen Operative Ebene Management- Ebene Ebene Strategische Layer 1


    Organisation

    Layer 1 Betriebliche Aufgaben Prozesse Anwen- dungen Anwendungssystem (Technik) Informationssystem Management Daten Infrastruktur Organisation


    Organisation (in der Betriebswirtschaftslehre)

    • zielgerichtete Integration/Koordination von Ressourcen

    • Unternehmerische Funktion zur Aktion und Reaktion in einem sich ändernden Umfeld

    • Koordination

      • bewusste Abstimmung einer arbeitsteiligen Organisation auf Unternehmensziele

    • Integration

      • Herstellung einer Einheit im Sinne eines
        lebensfähigen, produktiven Systems

    Perspektiven

    • Instrumental

      • Das Unternehmen hat eine Organisation.

      • Organisation als Instrument (Regeln, Hierarchien)

    • Institutional

      • Das Unternehmen ist eine Organisation.

      • Organisation als zielgerichtetes soziales System

    • Funktional

      • Das Unternehmen wird organisiert.

      • Organisation/Organisieren als Tätigkeit

    Organisation – Strukturdimensionen [Kornmeier und Schneider 2008]

    • Grad der Arbeitsteilung (Spezialisierung)

    • Konfiguration (Aufbauorganisation)

    • Koordination (Ablauforganisation)

    • Delegation/Entscheidungsbefugnisse

    • Formalisierung

    Layer 1 Geschäfts- funktionen Organisations- ebenen Geschäfts- prozesse Normen Werte Verfahrens- richtlinien








    Einfluss von betrieblichen Informationssystemen

    Informationssysteme beeinflussen Unternehmen und umgekehrt

    Unternehmen Informationssystem Layer 1 Unternehmensziele Unternehmensumwelt Unternehmenskultur Organisationsstruktur Verfahrensrichtlinien Geschäftsprozesse Politik Management Zufälle


    Enterprise Resource Planning (ERP)

    • Enterprise Resource Planning Systems (ERP-Systeme) wurden aus der Vorstellung heraus geprägt, dass es sich um eine Erweiterung von MRP II-Systemen als Manufacturing Resource Planning System um betriebswirtschaftliche Funktionalitäten wie Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung oder Personalwesen handelt.
    • Letztlich als Synonym zu Integrierter Standardsoftware, vor allem im Industriebetrieb, aufzufassen.

    Quelle: Mertens et al.: Lexikon der Wirtschaftsinformatik, 4. Aufl., Berlin, 2001.

    Supply Chain Management

    Verknüpfung von Lieferanten von Lieferanten mit Kunden von Kunden

    Customer Relationship Management (CRM)

    Kundenbeziehungsmanagement oder Kundenpflege, bezeichnet die konsequente Ausrichtung einer Unternehmung auf ihre Kunden und die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungs-Prozesse

    Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen ermöglicht ein vertieftes Beziehungsmarketing

    In vielen Branchen (z. B. Telekommunikation, Versandhandel, Dienstleistungsunternehmen) sind Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden langfristig ausgerichtet.

    Mittels CRM werden Kundenbeziehungen gepflegt, was sich maßgeblich auf den Unternehmenserfolg auswirken soll.

    E-Business und E-Commerce

    Elektronischer Handel, auch Internethandel oder Online-Handel, ist der Einkaufsvorgang via Datenfernübertragung innerhalb der Distributionspolitik des Marketings bzw. des Handelsmarketings.

    • über das Internet wird eine unmittelbare Geschäftsbeziehung zwischen und unter Anbieter und Abnehmer abgewickelt.
    • Begriff des Electronic Business popularisierte eine IBM-Werbekampagne Ende der 1990er Jahre. 
    • Elektronischer Handel macht einen Teil der Internet-Wirtschaft aus (E-Commerce, E-Business).

    Geo-Informationssysteme

    Geoinformationssysteme (GIS), Geographische Informationssysteme oder Räumliche Informationssysteme (RIS) sind Informationssysteme zur Erfassung, Bearbeitung, Organisation, Analyse und Präsentation geografischer Daten. Geoinformationssysteme umfassen die dazu benötigte Hardware, Software, Daten und Anwendungen.

    • Landinformationssysteme (LIS)
    • Kommunales Informationssystem (KIS)
    • Umweltinformationssystem (UIS)
    • Bodeninformationssystem (BIS)
    • Netzinformationssystem (NIS)
    • Fachinformationssystem (FIS)
    • GIS in der Archäologie
    • GIS bei der Veranstaltungsplanung
    • GIS in Transport und Logistik (GIS-T)

    Data Warehousing / Business Intelligence (1)

    Data-Warehouse ist eine Datenbank, in der Daten aus unterschiedlichen Quellen in einem einheitlichen Format zusammengefasst werden:

    • verbesserter Zugang zu diesen Daten
    • Daten werden von den Datenquellen bereitgestellt und im ETL-Prozess in das Data-Warehouse geladen und dort vor allem für die Datenanalyse (OLAP) und zur betriebswirtschaftlichen Entscheidungshilfe in Unternehmen sowie zum Datamining langfristig gespeichert.
    • Prozess kann turnusgemäß durchgeführt werden, so dass im Data-Warehouse nicht nur Daten nach inhaltlichen Aspekten, sondern auch nach dem Aspekt Zeit – also langfristig – vorgehalten werden, was auch Zeitreihen-Analysen ermöglicht.

    Data Warehousing / Business Intelligence (2)

    Der Erstellung eines Data-Warehouses liegen zwei Leitgedanken zugrunde:

    1. Integration von Daten aus verteilten und unterschiedlich strukturierten Datenbeständen, um globale Sicht auf die Quelldaten und damit übergreifende Auswertungen zu ermöglichen.
    2. Separation der Daten, die für das operative Geschäft genutzt werden, von Daten, die für Aufgaben des Berichtswesens, der Entscheidungsunterstützung, der Geschäftsanalyse sowie des Controllings und der Unternehmensführung verwendet werden.

    Wissensmanagement

    Wissensmanagement (engl. knowledge management) ist ein zusammenfassender Begriff für alle strategischen bzw. operativen Tätigkeiten und Managementaufgaben, die auf den bestmöglichen Umgang mit Wissen abzielen.

    Bestandteile sind insbesondere:

    • Portale (z.B. MS Sharepoint)
    • Intranet-Suche (z.B. FAST, Apache Solr)
    • Unternehmenstaxonomien (z.B. Poolparty)
    • Wikis (z.B. Confluence)
    • E-Learning, Learning Management Systeme (OLAT, Moodle, Ilias, SlideWiki)

    Schlussfolgerungen

    • Informationssysteme müssen an Bedürfnissen des Unternehmens angepasst sein.

    • Informationssysteme sind individuell.

    • Unternehmen muss gegenüber Einflüssen offen sein, um von neuen Techniken zu profitieren (Anpassbarkeit).

    • Management entscheidet über die Einführung bzw. Implementierung von Informationssystemen.

    • Entscheidung bzgl. Zeit- oder Ressourcenrestriktionen

    Anforderungen an Informationssysteme

    • Rendite

    • Effektive Nutzung

    • Anpassung an Umweltanforderungen

    • Flexibilität

    • Kompatibilität

    • Verantwortlicher Einsatz

    Gestaltung von BIS erfordert (Auswahl)

    • Auswahl
    • Anpassung
    • Integration
    • Optimierung
    • Strategen
    • Anforderungsanalysten
    • Architekten
    • Entwickler
    • Systemintegratoren
    • Tester
    • Modellierer

    Zusammenfassung

    • Information
    • System

    • Informationssystem

    • Betriebliches Informationssystem

    • Anwendungssystem

    • Anwendungssystemklassen

    Quellen

    • [Gutenberg 1979] Gutenberg, Erich: Grundlagen der Betriebswirtschaftlehre. Band 1, Springer, Berlin u. a., 1979.
    • [Laudon et al. 2006] Laudon, K. C.; Laudon, J. P.; Schoder, D.: Wirtschaftsinformatik – Eine Einführung. Pearson, München, 2006.
    • [Mertens 2001] Mertens, P.: Integrierte Informationsverarbeitung 1. Gabler, 13. Aufl. Wiesbaden, 2001. ISBN: 3-409-19042-2
    • [Ortner 1983] Ortner, E.: Aspekte einer Konstruktionssprache für den Datenbankentwurf. S. Toeche-Mittler Verlag: Darmstadt, 1983
    • [Thränert 2007] Thränert, M.: Integration-Engineering – Grundlagen, Vorgehen und Fallstudien. Dissertation, Universität Leipzig, Leipzig, 2007.
    • [Kornmeier und Schneider 2008]
    • [Krcmar, 2009]

    Questions?

    Betriebliche Informationssysteme




    VL 02 – Modellierung


    Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

    soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

    Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

    kuehne@informatik.uni-leipzig.de







    Rückblick

    Informationssysteme beeinflussen Unternehmen und umgekehrt

    Layer 1 Unternehmen Informationssystem Unternehmensziele Unternehmensumwelt Unternehmenskultur Organisationsstruktur Verfahrensrichtlinien Geschäftsprozesse Politik Management Zufälle







    Modelle

    Beispiel 1

    Beispiel 2

    Beispiel 3

    Beispiel 4

    Lernziele

    • Modellierung als Gestaltungsgrundlage für betriebliche Informationssysteme kennenlernen
      • Dokumentation des Ist-Zustandes
      • Identifikation von Optimierungspotenziale
      • Einführung von Systemen
      • Implementierung von Systemen
      • Dokumentation (z.B. für Zertifizierungszwecke)
    • ARIS-Modellierung ist ein Ansatz Betriebliche Informationssysteme für unterschiedliche Zwecke zu beschreiben
    • Theoretische Fundierung durch Grundlagen der Modellierung






    Modellierung

    Grundlagen

    Vielfältige Verwendung des Begriffs „Modell“

    Mo|dell das;  -s, -e <lat.-vulgärlat.-it.>:  [Duden 2001]

    1. Muster, Vorbild.
    2. Entwurf od. Nachbildung in kleinerem Maßstab (z. B. eines Bauwerks).
    3. [Holz]form zur Herstellung der Gussform.
    4. Kleidungsstück, das eine Einzelanfertigung ist.
    5. Mensch od. Gegenstand als Vorbild für ein Werk der bildenden Kunst.
    6. Typ, Ausführungsart eines Fabrikats. 
    7. vereinfachte Darstellung der Funktion eines Gegenstands od. des Ablaufs eines Sachverhalts, die eine Untersuchung od. Erforschung erleichtert od. erst möglich macht. 
    8. Mannequin, Fotomodell
    9. (verhüllend) Callgirl

    Logische, mathematische Interpretation:

    Modellierung

    Wozu?

    • Verstehen eines Subjekts
    • Kommunizieren über ein Subjekt
    • Gedankliches Hilfsmittel zum Gestalten, Bewerten oder Kritisieren 
    • Spezifikation von Anforderungen
    • Durchführung von Experimenten
    • Aufstellen/Prüfen von Hypothesen über beobachtbare/postulierte Phänomene

    Wann?

    • Wenn das modellierte Original
      • Nicht beobachtbar ist,
      • Zu groß oder zu klein ist,
      • Zu komplex ist,
      • Nicht zur Verfügung steht,
      • Noch nicht existiert.
    • Wenn die Arbeit am Original
      • Zu gefährlich,
      • Zu teuer,
      • Verboten,
      • Nicht möglich ist.

    Beispiel: Landkarte

    Layer 1


    Modell

    Layer 1 Original Model repräsentiert repräsentiert a) Territorium BRD b) Modell vom Territorium der BRD Verkürzung (Reduktion, Abgrenzung), transitiv n:m-Beziehung

    Standpunkt/Sicht (aus [ISO 2006]), Ebene

    [ISO 2006]: ISO-Standard zur Software-Architekturbeschreibung

    Standpunkt (Perspektive):

    • Ein Standpunkt (viewpoint) verkörpert miteinander verwandte Anliegen bzw. Aspekte (concerns), die durch die Interessen der Projektbeteiligten (stakeholder) bestimmt werden. Ein Standpunkt legt auch Verfahren zur Modellierung und zugehörige Notationen fest. 

    Standpunkt/Sicht (aus [ISO 2006]), Ebene (2)

    • Sicht:
      • Eine Sicht (view) beschreibt ein (konkretes) System von einem bestimmten (abstrakten) Standpunkt aus. Die Sichten dienen dabei der Strukturierung, sie enthalten selbst keine Informationen, diese sind in Modellen
    • Ebene
      • Entfernung zwischen Original und Modell

    Allgemeine Modelltheorie


    • [Stachowiak 1973]
      • Abbildungsmerkmal
      • Verkürzungsmerkmal
      • Pragmatisches Merkmal
    Layer 1 repräsentiert

    Allgemeine Modelltheorie (2)

    Abbildungsmerkmal

    • Modelle sind stets Modelle von etwas, nämlich Abbildungen, Repräsentationen natürlicher oder künstlicher Originale, die selbst wieder Modelle sein können. ... 

    Verkürzungsmerkmal

    • Modelle erfassen im allgemeinen nicht alle Attribute des durch sie repräsentierten Originals, sondern nur solche, die den jeweilgen Modellerschaffern und/oder Modellbenutzern relevant scheinen. ... 

    Allgemeine Modelltheorie (3)

    Pragmatisches Merkmal

    • Modelle sind ihren Originalen nicht per se eindeutig zugeordnet. Sie erfüllen ihre Ersetzungsfunktion a) für bestimmte -- erkennende und/oder handelnde, modellbenutzende -- Subjekte, b) innerhalb bestimmter Zeitintervalle und c) unter Einschränkung auf bestimmte gedankliche oder tatsächliche Operationen. Über die abbildungsmäßige Originalbezogenheit hinaus ist mithin der allgemeine Modellbegriff dreifach pragmatisch zu relativieren. Modelle sind nicht nur Modell von etwas. Sie sind auch Modelle für jemanden, einen Menschen oder einen künstlichen Modellbenutzer. Sie erfüllen dabei ihre Funktionen in der Zeit, innerhalb eines Zeitintervalls. Und sie sind schließlich Modelle zu einem bestimmten Zweck. Eine pragmatisch vollständige Bestimmung des Modellbegriffs hat nicht nur die Frage zu berücksichtigen, wovon etwas Modell ist, sondern auch, für wen, wann und wozu bezüglich seiner je spezifischen Funktionen es Modell ist.

    Grundsätze ordnungsgemäßer Modellierung

    • Grundsatz der Richtigkeit
      • Syntaktische Korrektheit
      • Semantische Korrektheit
    • Grundsatz der Relevanz
    • Grundsatz der Wirtschaftlichkeit
    • Grundsatz der Klarheit
    • Grundsatz der Vergleichbarkeit
    • Grundsatz des systematischen Aufbaus
      • z.B. Trennung zwischen statischen und dynamischen Aspekten

    Modellierungstechnik

    Layer 1 Textuelle/Grafische Symbole auch Notation Modellierungstechnik Modellierungssprache Modellierungs- Modellierungs- werkzeug Konkrete Syntax Abstrakte Syntax Semantik Regeln zur Kombination von Symbolen Bedeutung, bspw. mathematisch definiert durch formale Ontologie oder operationale Semantik methode






    Metamodellierung

    Grundlagen

    Metamodell

    Layer 1 Modell Metamodell ist konform zu ist konform zu Klassifikation Nichttransitiv

    Metamodelle und Metametamodelle

    Layer 1 ist konform zu Linien Punkte ist konform zu ist konform zu?

    Tokenmodell, Typmodell [Kuehne 2006]

    Layer 1 ist_Typmodell_von ist_Typmodell_von ist_Tokenmodell_von

    Ontologische und Linguistische Typmodelle

    Layer 1 Thought CloudA thought cloud bubble like in comics.thoughtcloudbubblethinkingcartooncomicOpen Clip Art LibraryJon PhillipsJon Phillips2005-08-08image/svg+xmlEN Layer 1 Linguistische Beziehung Ontologische Beziehung Land

    Generalisierung

    Layer 1 Straße Grenze ist konform zu ist konform zu? Generalisierung

    Modellierungssprachen

    Layer 1 1 Modell 2 Modellierungs- sprache Metamodell definiert ist konform zu ist Element der Extension von

    Metamodellierungssprachen

    Layer 1 1 Meta sprache 1 Metamodell definiert ist konform zu ist Element der Extension von Meta- 1 Metamodell

    EMF-Metamodell (Ausschnitt)

    Technikraum

    Layer 1 Meta sprache 1 Metamodell definiert ist konform zu Meta- 1 Metamodell ist Element der Extension von 1 Modell 2 Modellierungs- sprache Metamodell definiert ist konform zu Extension von 1 ist Element der Technikraum

    Nutzung von Modellen (Auswahl)

    • Deskriptive vs. präskriptive Modelle
      • Beschreibungs- und Erfassungsmodelle
      • Erklärungsmodelle
      • Gestaltungsmodelle
      • Entwurfsmodelle
    • Weitere
      • Optimierungsmodelle, Verifikationsmodelle
      • Physische vs. digitale Modelle






    Modellierung in BIS kontext

    Motivation

    • Betriebliche Informationssysteme sind aus systemtheoretischer Sicht
      • komplexe (große Anzahl von Elementen, die miteinander in Beziehung stehen)
      • komplizierte (Elemente und Beziehungen sind verschiedenartig)
    • sozio-technische Systeme

    Motivation (2)

    • Komplexität ist inhärent (essential complexity)
    • Gestaltung durch
      • Istmodelle
      • Sollmodelle
      • Idealmodelle
      • Referenzmodelle

    Modellierung erfolgt

      
     

    Auf verschiedenen Perspektiven, z.B.

    • Daten
    • Funktionen
    • Objekte
    • Organisation
    • Prozesse
    • Strategie
    • Technische Infrastruktur
    • Modellierung erfolgt

    Auf verschiedenen Ebenen, z.B.

    • Fachkonzept
    • DV-Konzept
    • Implementierungsebene
     

    Integrierte Methoden:

    ARIS, ProMet, SOM, TOGAF




    Modellierung

    mit ARIS

    Architektur integrierter Informationssysteme (ARIS) [Scheer 1992]

    • Architektur
      • Architektur i.S. eines Rahmenkonzepts für Entwicklungs- und Modellierungsmethoden
      • Methodischer Rahmen zur Unternehmensmodellierung
      • Bewertung von Methoden
      • Orientierungsrahmen i.S. eines impliziten Vorgehensmodells
      • Vereint bestehende mit neuen Modellierungsmethoden
    • Ziel: ganzheitliche Betrachtung von Unternehmensprozessen
      • Komplexitätsreduktion durch
      • Sichten
      • Betrachtungsebenen

    Werkzeugtechnische Unterstützung: ARIS Platform (Auswahl)

    ARIS Strategy Platform

    • ARIS Business Optimizer
    • ARIS BSC
    • ARIS Six Sigma

    ARIS Design Platform

    • ARIS Business Architect
    • ARIS Business Publisher
    • ARIS Process Governance
    • ARIS IT Architect
    • ARIS IT Inventory
    • Werkzeugtechnische Unterstützung: ARIS Platform (Auswahl)

    ARIS Implementation Platform

    • ARIS for SAP
    • ARIS SOA Architect
    • ARIS Business Rules Designer
    • ARIS UML Designer
    • ARIS for Microsoft BizTalk

    ARIS Controlling Platform

    • ARIS Process Performance Manager
    • ARIS Risk & Compliance Manager
    • ARIS MashZone


    Werkzeugtechnische Unterstützung

    Beispiel

    Layer 1

    Ereignis: Kundenauftrag trifft ein

    • Kunde bestellt Artikel

    Kundenauftrag wird angenommen

    • Kundendaten
    • Daten über Artikel

    Ereignis: Auftrag ist bestätigt

    Weitere Vorgänge

    • Auftrag verfolgen
    • Produktionsplan erstellen

    Prozessmodell

    Sichten auf Prozessmodell

    Layer 1 Steuerungssich Leistungssicht Datensicht Funktionsicht Ressourcensicht Organisationssicht

    ARIS-Sichten

    ARIS-Ebenen (auch Phasenmodell)

    ARIS-Haus

    ARIS - Methodenhandbuch

    Anwendung für spezifische betriebliche Problemstellung

    Auswahlkriterien für Methoden [Scheer 1994]

    • die Einfachheit und Verständlichkeit der Darstellungsmittel
    • die Eignung für die speziell auszudrückenden Inhalte
    • die Möglichkeit, für alle darzustellenden Anwendungen einheitliche Methoden einsetzen zu können
    • der vorhandene oder zu erwartende Bekanntheitsgrad der Methoden
    • die weitgehende Unabhängigkeit der Methoden von technischen Entwicklungen der Informationstechnik

    Literatur

    • [Becker 1995]
      J. Becker, M. Rosemann, R. Schütte. Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung. Wirtschaftsinformatik, 37(5):435–445, 1995.
    • [Duden 2001]
      Duden - Das Fremdwörterbuch. 7. Aufl. Mannheim 2001.
    • Kühne 2006
    • ISO 2006: ISE/IEC DIS 25961
    • Scheer 1992
      Scheer, August-Wilhelm: Architektur integrierter Informationssysteme – Grundlagen der Unternehmensmodellierung. Springer, Berlin, 1992. ISBN: 3-540-55401-7
    • Scheer 1994
      Scheer, August-Wilhelm: Wirtschaftsinformatik – Referenzmodelle für industrielle Geschäftsprozesse. Springer, Berlin, 1994. ISBN: 3-540-62967-X
    • Stachowiak 1973: Allgemeine Modelltheorie

    Betriebliche Informationssysteme




    VL 03 – ARIS


    Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

    soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

    Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

    kuehne@informatik.uni-leipzig.de


    Rückblick



    Rückblick

    Modell

    Click to edit Layer 1 Model Original repräsentiert repräsentiert a) Territorium BRD b) Modell vom Territorium der BRD Verkürzung (Reduktion, Abgrenzung), transitiv n:m-Beziehung

    Technikraum

    Layer 1 Meta sprache 1 Metamodell definiert ist konform zu Meta- 1 Metamodell ist Element der Extension von 1 Modell 2 Modellierungs- sprache Metamodell definiert ist konform zu Extension von 1 ist Element der Technikraum


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    ARIS in Detail

    Funktionssicht

    • Fachkonzept
      • beschreibt Verbindungen (Hierarchien) von Funktionen
      • Input und Output von Funktionen werden nicht betrachtet
      • Eine Funktion repräsentiert eine fachliche Aufgabe bzw. Tätigkeit an einem Objekt zur Unterstützung eines oder mehrerer Unternehmensziele.
    • DV-Konzept
      • Anwendungssystem- und Modultypen
      • Verknüpfung zwischen fachlichen Funktionen und Modulen
    • Implementierung
      • Anwendungssysteme
    Layer 1

    Funktionsbaum


    Anwendungssystemtypdiagramm

    Anwendungssystemdiagramm

    Datensicht

    • Fachkonzept
      • Beschreibung des semantischen Datenmodells des betrachteten Untersuchungsfeldes
      • Objekte zur Spezifizierung der Start- und Endereignisse
      • Zustandsbeschreibungen des relevanten Umfeldes einer Vorgangskette beschrieben
    • DV-Konzept
      • Abbildung logischer Datenstrukturen auf Strukturen für konkrete Datenbanksysteme
    • Implementierung
      • Beschreibung der Tabellen und Felder eines Datenbanksystems
    Layer 1

    Entity-Relationship-Modell

    Relationendiagramm

    Organisationssicht

    • Fachkonzept
      • umfasst die Aufbauorganisation
      • Regeln zur statischen Strukturierung des Unternehmens
    • DV-Konzept
      • Unterstützung durch Kommunikations- und Informationssystemlandschaften
    • Implementierung
      • konkrete Umsetzung der spezifizierten Netztopologie
    Layer 1

    Organigramm

    Netztopologie

    Netzdiagramm

    Steuerungssicht, Prozesssicht

    • betrachtet Beziehungen zwischen Daten-, Organisations-
      und Funktionssicht
    • Verknüpfung von zwei Sichten
      • Funktionen und Organisation: Wertschöpfungskettendiagramm
      • Funktionen – Daten: Funktionszuordnungsdiagramm, Ereignisgesteuerte Prozessketten
    • Verknüpfung von drei Sichten
      • erweiterte Ereignisgesteuerte Prozessketten
    Layer 1

    Erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette

    Leistungssicht

    • Leistungen werden im Verlauf von Wertschöpfungs-
      prozessen erbracht
      • Sachleistungen können sein
        • Verbrauchsprodukte
        • Material
        • Betriebsmittel
        • Hilfsmittel
      • Dienstleistungen
        • Immaterielle Güter, für die Produktion und Verbrauch zeitlich zusammenfallen
    Layer 1

    Leistungssicht (2)

    • Modellierung z.B. durch
      • Leistungsaustauschdiagramm
      • Leistungsbaum
      • Produktzuordnungsdiagramm

    Layer 1

    Leistungsbaum

    Metamodellierung in ARIS



    Metamodellierung

    in ARIS

    ARIS M3-Modell

    Beispiel: Methodenfilter Mini-EPK

     

    ObjectType

    Symbol

     

    Ereignis (OT_EVT)

    Ereignis (ST_EV)

     

    Funktion (OT_FUNC)

    Funktion (ST_FUNC)



     

    Quellsymbol

    Linie

    Zielsymbol

     

    Ereignis (OT_EVT)

    aktiviert (CT_ACTIV_1)

    Funktion (ST_FUNC)

     

    Funktion (ST_FUNC)

    erzeugt (CT_CRT_1)

    Ereignis (OT_EVT)

    ARIS Repository

    Ereignisgesteuerte Prozesskett...








    Ereignisgesteuerte

    Prozessketten

    Ereignisse

    • Ereignisse lösen Funktionen aus
    • sind Ergebnisse von Funktionen
    • Durch das Hintereinanderschalten von Ereignis-Funktionswechseln entstehen so genannte ereignisgesteuerte Prozessketten.
    • Eine ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) zeigt den logisch-zeitlichen Ablauf eines Geschäftsprozesses.

    Beispiel

    Layer 1 Endereignis Startereignis Split Konnektor Join

    Regeln (Beispiele)


    Regeln (Beispiel Und-Konnektor)

    Probleme

    Semantik von EPKs?

    EPK-Semantiken [Mendling 2007]

    • Einführung durch Keller, Nüttgens und Scheer 1992
    • Petri-Netz-Semantik (Chen Scheer 1994)
    • Boolean-Netz-Semantik (Langner, Schneider und Wehler 1997)
    • Van der Aalst 1999 (ohne Oder-Joins)
    • Rittgen 1999 (3 Typen für Oder-Joins)
    • Rump/Nüttgens 2002 (Transitionsrelation)
    • Kindler 2006 (optimistische und pessimistische Transitionsrelationen, Saubere EPKs)
    • Mendling 2007

    Zusammenfassung


    Literatur

    • [Becker 1995]
      J. Becker, M. Rosemann, R. Schütte. Grundsätze ordnungsmäßiger Modellierung. Wirtschaftsinformatik, 37(5):435–445, 1995.
    • [Duden 2001]
      Duden - Das Fremdwörterbuch. 7. Aufl. Mannheim 2001.
    • Kühne 2006
    • ISO 2006: ISE/IEC DIS 25961
    • Scheer 1992
      Scheer, August-Wilhelm: Architektur integrierter Informationssysteme – Grundlagen der Unternehmensmodellierung. Springer, Berlin, 1992. ISBN: 3-540-55401-7
    • Scheer 1994
      Scheer, August-Wilhelm: Wirtschaftsinformatik – Referenzmodelle für industrielle Geschäftsprozesse. Springer, Berlin, 1994. ISBN: 3-540-62967-X
    • Stachowiak 1973: Allgemeine Modelltheorie

    04 – Anwendungssysteme


    VL 04 – Anwendungssystemlkassen


    Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

    soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

    Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

    kuehne@informatik.uni-leipzig.de


    Anwendungssysteme – Beispiele

    Umsatz- trendvorhersage Layer 1 Personal- planung 5-Jahres- Geschäftsplan Gewinn- planung Arbeits- kostenanalyse Budget- planung Lagerbestands- kontrolle Vertriebs- leitung Auftrags- bearbeitung Material- wirtschaft Lohnbuch- haltung Kreditoren- buchhaltung Personal- verwaltung

    Funktionale Zuordnung






    Funktionale Zuordnung

    operativer Systeme






    [Mertens 2001]

    Operative Systeme in der Industrie

    Layer 1 Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Data warehouse Lagerhaltung Forschung und Produkt- entwicklung Vertrieb Unter- nehmens- gesamtplanung Beschaffung Produktion Versand Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Kunden- dienst Forschung sowie Produkt- und Prozess- Entwicklung Vertrieb Beschaffung Produktion Versand Kundendienst Lagerhaltung Layer 1 Wertschöpfung/Auftragsdurchlauf

    Forschung/Produkt- und Prozess-Entwicklung (F

    • F&E-Veranlassung
    • Entwurf und Konstruktion (CAD/CAE)
    • Erstellung von Arbeitsplätzen und Steuerprogrammen (CAP)
    • F&E-Kontrolle
      • Fortschrittskontrolle
        • Budgetverfolgung
          • Personen-/Stundenverbrauch
          • Materialverbrauch
        • Terminverfolgung
      • Qualitätskontrolle
    • Verwaltung von Schutzrechten
    • Labormanagement

    Vertrieb

    • Unterstützung des Kundenkontakts
      • Planung des Kundenkontakts
      • Vorbereitung des Kundenkontakts
      • Durchführung des Kundenkontakts
      • Nachbereitung des Kundenkontakts
    • Angebotsüberwachung
    • Auftrgserfassung und -prüfung
      • Technische Prüfung
      • Bonitätsprüfung
      • Terminprüfung

      Beschaffung (1)

      • Bestelldisposition
        • Lagerabgangsprognose
        • Ermittlung Bestellgrenze bzw. Bestelltermin
          • Ermittlung von Sicherheitszeit/-bestand
          • Eilbestellung
          • Umdisposition
        • Ermittlung der Bestellmenge
        • Bezugsquellensuche und Angebotseinholung
        • Lieferantenauswahl

      Beschaffung (2)

      • Bestelladministration
        • Abstimmung von Kunden- und Lieferbeziehungen
        • Zollabwicklung
      • Lieferüberwachung
        • Anmahnung von Bestätigungen
          • Anmahnung von Angebotsbestätigungen
          • Anmahnung von Auftragsbestätigungen
        • Anmahnungen von Terminen
          • Anmahnung von Lieferantenterminen
          • Anmahnung von Fertigungsterminen
      • Wareneingangsprüfung
        • Mengenkontrolle
        • Qualitätskontrolle

      Lagerhaltung

      • Materialbewertung
        • Lagerbestandsführung
        • Inventur
        • Lagersteuerung
          • Lagerhaussteuerung
          • Materialflusssteuerung

      Produktion

      • Produktionsplanung und -steuerung
        • Grunddatenerzeugung und -verwaltung
        • Primärbedarfsplanung
        • Materialbedarfsplanung
        • Fertigungsterminplanung
        • Werkstattsteuerung
        • Fertigung (CAM)
        • Kontrolle in der Produktion
      • Anlageninstandhaltung

      Produktionsplanung und -steuerung (1)

      • Grunddatenerzeugung und -verwaltung
      • Primärbdarfsplanung
      • Materialbedarfsplanung
      • Auflösung von Stücklisten
        • Terminermittlung
        • Mengenermittlung
      • Vorlaufverschiebung
      • Ermittlung der Bruttobedarfe
        • Bruttobedarfsermittlung aus Stückliste
        • Ergänzung verbrauchsgesteuerter Bedarfe
        • Ergänzung Erstzteile
      • Ermittlung der Nettobedarfe
        • Nettobedarfsermittlung ohne Ausschuss
        • Berücksichtigung des Ausschusses

      Produktionsplanung und -steuerung (2)

      • Bündelung der Nettobedarfe
        • Bildung von Losen gleicher Teile
        • Bildung von Losen ähnlicher Teile
        • Verschnittdisposition
      • Vernetzung von Produktionsaufträgen
      • Fertigungsterminplanung
      • Durchlufterminierung
        • Vorwärts-/Rückwärtsterminierung
        • Durchlaufzeitverkürzung
          • Übergangszeitreduzierung
          • Überlappung
          • Splittung
        • Bestimmung der Betriebsmittel
      • Kapazitätsausgleich

      Produktionsplanung und -steuerung (3)

      • Verfügbarkeitsprüfung
        • Verfügbarkeit von Fachkräften
        • Verfügbarkeit von Teilen
        • Verfügbarkeit von Werkzeugen
        • Verfügbarkeit von Steuerungsprogrammen
      • Auftragsfreigabe
      • Werkstattsteurung
      • Bestimmung der Bearbeitungsreihenfolge
      • Bestimmung der Betriebsmittel
      • Terminbestimmung
        • Bestimmung des Anfangstermins
        • Bestimmung des Endtermins
      • Fertigung (CAM)
      • Kontrolle in der Produktion
      • Fortschrittskontrolle
      • Qualitätskontrolle

      Anlageninstandhaltung

      • Instandhaltungsterminierung
        • Terminbestimmung
        • Materialbestimmung
      • Instandhaltungsauflaufsteuerung
      • Instandhaltungs- und Betriebszustandskontrolle

      Versand (1)

      • Zuteilung
        • Zuteilung Halbfabrikate
        • Zuteilung Fertigfabrikate
      • Kommissionierung
      • Lieferfreigabe 
      • Versandlogistik
        • Bestimmung von Auslieferungslagern
        • Bestimmung der Transportart
        • Bestimmung der Beladung
        • Bestimmung der Fahrtroute
        • Bestimmung von Optimierungsmöglichkeiten
        • Erstellung der Versandpapiere 

      Versand (2)

      • Fakturierung
      • Gutschriftenerteilung
        • Gutschriften von Kundenretouren
        • Gutschriften von Leergut
        • Gutschriften "Reiner Werte"
      • Packmittelverfolgung

      Kundendienst (After-Sales)

      • Produktbeschreibungen
      • Kundendienstauftrgs- und Reparturdienstunterstützung
        • Problem- und Lösungserfassung
        • Mitarbeiterzuordnung
        • Diagnose
        • Erfahrungssicherung
      • Entsorgung
        • Demontage
        • Beseitigung

      Finanzwesen

      • Finanz- und Liquiditätsdisposition/CM
        • Einnahmen prognostizieren
        • Ausgaben prognostizieren
        • Anzeigen der Dispositionen/Konditionen
        • Netting
        • Pooling
        • Durchführen von Finanztransaktionen
      • Währungsmanagement/Geld- und Devisenhandel
      • Unterstützung von Hauptversammlungen 

      Rechnungswesen (1)

      • Kosten- und Leistungsrechnung
      • Buchhaltung
        • Journal
        • Hauptbuchhaltung
        • Nebenbuchhaltung

      Rechnungswesen (2)

      • Kosten- und Leistungsrechnung
        • Kostenstellenrechnung
          • Ermittlung der Istkosten
          • Ermittlung der Sollkosten
          • Interpretation der Abweichungen
        • Kostenträgerrechnung
          • Vorkalkulation
          • Nachkalkulation 
        •     ...
          • Nachkalkulation der Produkte
          • Nachkalkulation der Prozesse
        • Betriebsergebnisrechnung
      • Lieferantenrechnungskontrolle
        • Rechnungskontrolle
        • Lieferantenkontrolle
      • Hauptbuchhaltung

      Rechnungswesen (3)

      • Nebenbuchhaltung
        • Debitorenbuchhaltung
          • Buchung der Debitoren
          • Führen der Offenen Posten Debitoren
          • Verbuchung der Kundenzahlungen
          • Berechnung der Feuerversicherungswerte
        • Kreditorenbuchhaltung
          • Buchung der Kreditoren
        •     …
          • Führen der Offenen Posten Kreditoren
          • Bestimmung des Zahlungszeitpunktes
          • Auswahl des Zahlungsweges
          • Buchung der Zahlungen
        • Anlagenbuchhaltung
          • Berechnung der Abschreibungen
          • Berechnung der Zugänge
          • Vermögensaufstellung 

      Personalwesen

      • Arbeitszeitverwaltung und Personal-Aufgaben-Zuordnung
      • Abrechnung für Entgelt und Renten
        • Entgeltabrechnung
        • Rentenabrechnung
      • Meldungen
      • Personalpflege
        • Steuerung von Maßnahmen
        • Aus- und Weiterbildung
      • Betriebliches Vorschlagswesen
      • Geschäftsreisemanagement

      Gebäudemanagement

      • Besucherverwaltung
      • Gebäudeverwaltung 
      • Kantinenmanagement

      Integrierte Informationssysteme




      Integrierte Informationssysteme

      Integration

      Definition nach [Duden]

      In|te|g|ra|ti|on die; -, -en :

      1. [Wieder]herstellung einer Einheit [aus Differenziertem]; Vervollständigung.
      2. Einbeziehung, Eingliederung in ein größeres Ganzes; Ggs. Desintegration (1).
      3. Zustand, in dem sich etwas befindet, nachdem es integriert worden ist; Ggs. Desintegration (2).
      4. Berechnung eines Integrals (2); vgl. ...ation/...ierung

      Aspekte von Integration

      • Zustand
      • Prozess


      Integrationsdimensionen

      Layer 1 Integrationsdimension 1 Integrations- gegenstand 2 Integrations- richtung 3 Integrations- reichweite 4 Automations- grad

      Integrationsgegenstand – Daten- und Funktionsintegration

      Layer 1 zwei Module, doppelte Datenhaltung zwei Module, einfache Datenhaltung ein Modul, einfache Datenhaltung Daten Daten Funktion y Funktion x Funktion x Funktion y Daten Funktion x Funktion y Daten a b c

      Ausprägung der Integrierten I...

      Layer 1 Automatische Datenweitergabe Gemeinsame Datenbank Integration der Benutzungs- schnittstelle Medien- integration Geräte- integration Prozess-/Vor- gangsintegration Prozesse bzw. Vor- gänge werden auf-- einander abgestimmt Datenintegration Datenbestände werden logisch zusammengeführt Programmintegration aufeinander abge- stimmt Programme werden Methodenintegration Methoden werden aufeinander abge- stimmt Funktionsintegration Aufgaben werden aufeinander abge- stimmt 1 Integrations gegenstand

      Integrationsgegenstand – Prozessintegration (Beispiele)

      Layer 1 Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Data warehouse Lagerhaltung Forschung und Produkt- entwicklung Vertrieb Unter- nehmens- gesamtplanung Beschaffung Produktion Versand Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Kunden- dienst Forschung sowie Produkt- und Prozess- Entwicklung Vertrieb Beschaffung Produktion Versand Kundendienst Lagerhaltung Layer 1 Wertschöpfung/Auftragsdurchlauf Einkauf Auftragsdurchlauf Führungsinformation Kundendienst Geschäftsprozesse

      Ausprägung der Integrierten Informations- verarbeitung – Integrationsrichtung

      Layer 1 2 Integrations-richtung Horizontale Integration Integration innerhalb des Prozesses der Leistungserstellung Integration Vertikale Integration von Administrations- und Dispositions- mit PuK-Systemen

      Integrationsrichtung

      Layer 1 Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Data warehouse Lagerhaltung Forschung und Produkt- entwicklung Vertrieb Unter- nehmens- gesamtplanung Beschaffung Produktion Versand Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Kunden- dienst Forschung sowie Produkt- und Prozess- Entwicklung Vertrieb Beschaffung Produktion Versand Kundendienst Lagerhaltung Layer 1 Wertschöpfung/Auftragsdurchlauf Einkauf Auftragsdurchlauf Führungsinformation Kundendienst Geschäftsprozesse Operative System Layer 1 Analysesysteme Layer 1 Layer 1 Vertikale Integration Integration Horizontale Layer 1

      Ausprägung der Integrierten Informations- verarbeitung - Integrationsreichweite

      Layer 1 3 Integrationsreichweite Bereichs- Integration Integration Funktionsbereich- und Prozess- übergreifende Integration Innerbetriebliche Zwischenbetrieb- liche Integration

      Ausprägung der Integrierten Informations-

      4 Automationsgrad Layer 1 Vollautomation Systeme löst Bearbeitung aus, disponiert, veranlasst Teilautomation verschiedene Formen eines Mensch-Maschine- Dialogs und registriert Initiative geht vom System aus Initiative geht vom Menschen aus

      Integration als Prozess


      Funktionsbereich- und




      Funktionsbereich- und Prozessübergreifende Integrationskomplexe

      Funktionsbereich- und Prozess-übergreifende Integrationskomplexe

      Forschung sowie Produkt- und Prozess- Entwicklung Vertrieb Beschaffung Produktion Versand Kundendienst Lagerhaltung Finanzen Rechnungswesen Personal Gebäudemanagement Layer 1 PLM CIM SCM CRM

      PLM – Product-Lifecycle-Management

      • Strategisches Konzept zum Management eines Produktes über seinen gesamten Produktlebenszyklus

        • von Planung (PPS/ERP)
        • über Konstruktion (CAD), Berechnung (CAE), Fertigung (CAM)

        • bis zum Controlling, Vertrieb und Service

      • Umsetzung mithilfe von

        • PDM: Produktdatenmanagement

        • ERP: Enterprise-Resource-Planning 

      PDM – Produktdatenmanagement

      • Konzept zur Bereitstellung produktdefinierender, -repräsentierender, -präsentierender Daten und Dokumente im Lebenszyklus eines Produkts
      • Grundlage: integriertes Produktmodell, z.B.

        • CAD-Modell

        • Quelltext

        • Simulationsmodelle

      • Zugriff durch interdisziplinäre Entwicklungsprozesse und verteilter Einsatz von Werkzeugen

      • Produktinformationsmanagement (PIM): Bereitstellung von Produktinformationen für verschiedene Ausgabemedien

      SCM – Supply-Chain-Management

      • Konzept der unternehmensübergreifenden Koordination der Material- und Informationsflüsse über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg
      • ermöglicht systematische Abstimmung von Kunden- und Lieferantenbeziehungen  zwischenbetriebliche Integration

      • keine Kette, sondern Netz von Unternehmen

      • Ziel: Austausch von Planungsinformation der beteiligten Unternehmen, um den Gesamtprozess zeit- und kostenoptimal zu gestalten

        • Synchronisation der Versorgung mit dem Bedarf

        • Verbesserungen hinsichtlich des Aufwands entlang der Wertschöpfungskette

        • z.B. Just-in-Time-Produktion/-Strategie

      SRM - Supplier Relationship Management

      • SRM unterstützt komplexe Beschaffungsprozesse und -netzwerke.
      • Lieferanten und Herstellerunternehmen können über unterschiedliche Wertschöpfungsebenen hinweg zuverlässig und effizient in einem durchgängigen Beschaffungsprozess zusammenarbeiten
      • Stärkt dem zentralen Beschaffungsprozesse:
        • Durchgängiges Beschaffungsmanagement (Procure-to-Pay)
        • Katalogmanagement
        • Strategischer Einkauf
        • Zentrales Vertragsmanagement
        • Lieferantenmanagement
        • Lieferantenauswahl
        • Automatisierung, Vereinfachung und Beschleunigung aller Prozesse in Zusammenhang mit strategischem und operativem Einkauf und der Zusammenarbeit mit Lieferanten

      CRM – Customer-Relationship-Management

      • Konzept zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens am Kunden
      • Aufbau langfristiger, profitabler Kundenbeziehungen und deren nachhaltige Pflege im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie

      • Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien zur Gewinnung kundenbezogener Informationen zur gezielten Kundenansprache, Entwicklung von Marketing-, Vertriebs- und Servicekonzepten anhand dieser Daten

      • verschiedene Arten von CRM:

        • operatives CRM: Unterstützung der operativen Prozesse aller Bereiche, die in direktem Kundenkontakt stehen

        • analytisches CRM: Sammeln und analysieren von kundenbezogenen Informationen

        • kommunikatives, kollaboratives CRM

      PPS – Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme

      • Konzept zur Unterstützung der operativen Gestaltung des Produktionsprogramms und der Produktionsprozesse
      • wechselseitige Abhängigkeit der Teilprobleme führte zu hierarchischer Produktionsplanung

      • Teilprobleme gliedern sich in

        • Primärbedarfsplanung
        • Sekundärbedarfsplanung
        • Termin- und Kapazitätsplanung
        • Auftragsfreigabe
        • Ablaufplanung
        • Auftragsüberwachung

      CIM – Computer Integrated Manufacturing

      • Konzept zur Automatisierung von Fertigungsprozessen mittels integrierter Informationsverarbeitung
      • Verbindung technischer und betriebswirtschaftlicher Belange

      • Integration der Funktionsbereiche

        • Produktentwicklung

        • Auftragsabwicklung

        • Produktion

      Y-CIM-Modell nach Scheer

      ERP

      • zentrale Prozesse eines Unternehmens werden bereichsübergreifend verknüpft
      • umfasst Administration, Disposition, Information (Kennzahlenbildung) sowie Analyse und Auswertungen (Berichte) 


      Unterstützende Systeme




      Unterstützende Systeme

      Unterstützende Systeme

      • Datenbank-Management-Systeme
      • Ticket-Management-Systeme
      • Workflow-Management-Systeme
      • Dokumenten-Management-Systeme
      • Content-Management-Systeme
      • Enterprise-Content-Management-Systeme

      Branchenspezifische Systeme




      Branchenspezifische Systeme

      Branchenspezifische Anwendungssysteme

      • Beispiele

        • Betriebliches Umweltinformationssystem
        • Campus-Management-System
        • Anwendungssysteme für Energieversorgungsunternehmen
        • Anwendungssysteme im Gesundheitswesen
        • Anwendungssysteme für Versicherungen
        • Anwendungssysteme für öffentliche Verwaltungen
        • Anwendungssysteme im Tourismus
        • Anwendungssysteme für die Logistik

      Campus-Management-System (CMS)

      • Hochschulinformationssysteme, universitäre Informationssysteme (IS), Parallelen zu ERP-Systemen
      • Anwendungssysteme zur umfassenden Unterstützung der Geschäftsprozesse von Bildungseinrichtungen wie Berufsakademien und Universitäten

      • abhängig vom Funktionsumfang zwei Begriffsverständnisse:

        • engere, studienzentrierte Sicht: Verwaltung von Lehre und Studium

        • umfassendere, hochschulweite Sicht: Unterstützung in den Bereichen Forschungs- und Ressourcenmanagement (z.B. Personal- und Rechnungswesen) sowie der Lehre selbst (Lernmanagement bzw. E-Learning) mit eingeschlossen

        • deutlichen Verbesserungen von Effizienz, Effektivität und Servicequalität durch Datenintegration, Funktionsintegration sowie Prozessintegration innerhalb von Hochschulen 

      Anwendungssysteme für Energieversorgungsunternehmen (1)

      • Zuordnung der bisher in der Energiewirtschaft eingesetzten Anwendungssysteme in überwiegend drei unterschiedliche, nicht eindeutig abgrenzbare Klassen anhand ihres jeweils primären Aufgabengebietes
      • Systeme zur:

        • technischen Betriebsführung

        • kaufmännischen Verwaltung

        • integrierten Geschäftsabwicklung

      • vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien und veränderte Geschäftsmodelle erfordern Standardsierungen, Interoperabilität und Sicherheitskonzepte für solche Systeme 

      Anwendungssysteme für Energieversorgungsunternehmen (2)

      • wesentliche Anforderungen an zukünftige Anwendungssysteme
        • Standardisierung, um einheitliches Verständnis der ausgetauschten Dateninhalte zu schaffen

        • Nutzung internationaler Standards

        • Kopplung von Anwendungssystemen auf softwaretechnischer Ebene

        • Integration bestehender Altsysteme

        • Informations- und Ausfallsicherheit

        • Rollen- und Berechtigungskonzepte berücksichtigen und bei Integration neuer Systeme konsequent umsetzen 

      Anwendungssysteme im Gesundheitswesen (1)

      • effektive und gleichzeitig finanzierbare Gesundheitsversorgung ohne Einsatz rechnerbasierter Anwendungssysteme nicht mehr denkbar (administrativer und klinischer Bereich)
      • Krankenhausinformationssysteme, stationärer Bereich, z. B.
        • Patientenverwaltungssysteme für die Patientenadministration
        • diverse Dokumentationssysteme (z. B. Pflegedokumentationssystem)
        • Bildarchivierungs- und Speicherungssystem (PACS)
        • Radiologische Informationssysteme (RIS) für die Radiologie
        • Laborinformationssysteme (LIMS) für die klinischen Labore
        • PDMS-Systeme für den Intensivbereich
        • Klinische Arbeitsplatzsysteme für den ambulanten und stationären Bereich

      Anwendungssysteme im Gesundheitswesen (2)

      • Praxisinformationssysteme, ambulanter Bereich
        • Diagnoseverschlüsselung
        • Abrechnung
        • Befunddokumentation
        • Praxisorganisation
        • Formulardruck
        • Statistiken
        • Arzneimittelinformationen
        • elektronische Gesundheitskarte (eGK), zukünftig elektronisches Rezept
      • Integration der verschiedenen eingesetzten Anwendungssysteme für durchgängige Prozessunterstützung der Einrichtung notwendig

      Anwendungssysteme für Versicherungen

      • Verwaltung umfangreicher Kunden- und Vertragsdatenbestände mittels Datenbanken 
      • Anwendungssysteme unterstützen gesamte Akquisitions-, Vertragsvereinbarungs- und Vertragsbetreuungsprozesse mit unterschiedlichen Absatzkanälen
      • Verwendung von Workflow- und Dokumentenmanagementsystemen
      • Einsatz von Lösungen branchenspezifischer Softwareanbieter oder spezifische Module für Standardsoftware
      • Workflow-basierte Unterstützungsprozesse für komplexere Aufgabenstellungen
      • Einbindung unterschiedlicher Vertriebskanäle für die verschiedenen Sparten besondere Herausforderung (z.B. Außendienstmitarbeiter, unabhängige Versicherungsmakler)
      • gleicher Softwarestand auf allen dezentralen Endgeräten (z.B. der Vertreter vor Ort) zu gewährleisten
      • Berichtssysteme stellen Erfolgsbeiträge verschiedener Sparten und Produkte dar
      • sehr komplexe Anwendungssysteme

      Zusammenfassung

      • Klassifikation
      • Klassifikationskriterien / Beispiele
        • Grad der Entscheidungsunterstützung
        • Organisatorische Ebene
        • Funktionsbereich
        • Integrationsart
        • Branche

      Quellen

      • [Fink et al. 2001] Fink, A.; Schneidereit, G.; Voß, S.: Grundlagen der Wirtschaftsinformatik. Physica-Verlag, Heidelberg, 2001.

      • [Laudon et al. 2006] Laudon, K. C.; Laudon, J. P.; Schoder, D.: Wirtschaftsinformatik – Eine Einführung. Pearson, München, 2006.
      • [Mertens 2001] Mertens, P.: Integrierte Informationsverarbeitung 1 – Operative Systeme in der Industrie. Gabler, 13. Aufl. Wiesbaden, 2001. ISBN: 3-409-19042-2

      • [Mertens 2001a] Mertens, P.: Integrierte Informationsverarbeitung 2 – Planungs- und Kontrollsysteme in der Industrie. Gabler, 13. Aufl. Wiesbaden, 2001.

      • [Thränert 2007] Thränert, M.: Integration-Engineering – Grundlagen, Vorgehen und Fallstudien. Dissertation, Universität Leipzig, Leipzig, 2007.

      • http://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de

      Betriebliche Informationssysteme


      VL 05 – Enterprise-Resource-Planning Systeme (ERP-Systeme)


      Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

      soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

      Martin Gebauer, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

      gebauer@informatik.uni-leipzig.de


      Ueberblick

      Layer 1 A2B B2B A2C B2C en ManmanpeoplepersonChris KempsonChris KempsonChris Kempsonimage/svg+xmlen PPS FSS WW IPS E-Government E-Business E-Commerce B2BI SOA EAI ERP CRM SCM Markt- plätze Geschäfts- modelle Kunde

      Inhalt

      • Begriffsklärung
      • Historische Entwicklung
      • Beispiele
      • Einführung einer Standardlösung
      • Trends

      Computer Integrated Manufacturing

      Layer 1 Funktionale Struktur eines produzierenden Unternehmens

      −„die integrierte Informationsverarbeitung für betriebswirtschaftliche und technische Aufgaben eines Industriebetriebs“ [Scheer 1990, S. 2]


      [Quelle: Juergen Gausemeier, 2008]

      Historische Entwicklung von ERP-Systemen

      Stücklistenverwaltung, Bestellmengenoptimierung Material Requirements Planning (MRP) Manufacturing Resources Planning (MRP II) Enterprise Resource Plannning (ERP) Enterprise Resource Planning II (ERP II) Enterprise Resource Planning III (ERP III) Layer 1 ab 1950 ab 1965 ab 1975 ab 1990 ab 2000 ab 2010 Inventory, Purchasing + Production Scheduling MRP + finance, labor MRPII + all internal resources ERP + internal customers and suppliers Internal ERP/SCM + External suppliers and customers Integration der Einzelfunktionen Kapazitäts- und Absatzplanung Personal- und Rechnungswesen Internal SCM Extended SCM CRM, SCM, PLM … BPM, SOA, SaaS … Lochkarten-Großrechner Batch-Großrechner Terminal-Großrechner Personal Computer Internet Computer Geschäftsinfrastruktur ? Mobile Endgeräte ? Automatische Bestückung Interaktivität Client/Server Internet Interoperabilität, Fachlichkeit Ambient Technologies

      Historische Entwicklung von ERP-Systemen

      Layer 1 Primäre Aktivitäten Sekundäre Aktivitäten

      Historische Entwicklung von ERP-Systemen

      • Enterprise Resource Planning Systems (ERP-Systeme) wurden aus der Vorstellung heraus geprägt, dass es sich um eine Erweiterung von MRP II-Systemen als Manufacturing Resource Planning System um betriebswirtschaftliche Funktionalitäten wie Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung oder Personalwesen handelt.
      • Letztlich als Synonym zu Integrierter Standardsoftware, vor allem im Industriebetrieb, aufzufassen.

      Quelle: Mertens et al. 2001]

      Funktionen eines ERP Systems

      Layer 1 QS FLS BDE PPS Programmplanung/ Mengenwirtschaft/ Zeit- und Kapazitätsplanung Einkauf Ersatzteil- wirtschaft Produktions- controlling (MIS) Kosten-/ Leistungsrechnung Ergebnisrechnung Personal Anlagenbuch- haltung Finanzbuch- haltung PDM WMS DMS Projekt- management Archivierung CAD CAE CAM Electronic Commerce Lagerwirtschaft Versand Vertrieb SCM haltung Instand-

      Marktüberblick – Anbieter von ERP Systemen

        [Quelle: Computerwoche, 07.08.2009, http://www.computerwoche.de/softwareerp/1902868/]

        ERP Systeme für den Mittelstand

        [Quelle: http://ec.europa.eu/enterprise/policies/sme/files/sme_definition/sme_user_guide_de.pdf]

        ERP – Systeme für den Mittelstand

        • Microsoft Dynamics AX: Leader
          • robustes Produkt
          • Integration in andere Microsoft-Programme  Betrieb zu niedrigen Kosten
          • Partnerkanal
        • SAP Business All-in-One: Visionär
          • breiten Satz an
          • Best Pratices
          • Fast-Start-Programm für die Einführung
          • Negativ
            • Komplexität
            • Gesamtkosten

        Einführung des aktuellen ERP-Systems im Mittelstand

        jede zweite Firma installierte ihre ERP-Lösung vor 1999.

        [Quelle: CIO Magazin, http://www.cio.de/knowledgecenter/erp/893169/]

        Nutzen von ERP-Systemen im Mittelstand

        Nutzen von ERP-Systemen im Mittelstand


        [Quelle: CIO Magazin, http://www.cio.de/knowledgecenter/erp/893169/]

        Open Source ERP Systeme – Teil I

        Open ERP /Tiny ERP
        Tryton
        Apache OFBiz
        Compiere
        Openbravo
        ADempiere
        WebSite
        www.openerp.com
        www.tryton.org
        ofbiz.apache.org
        www.compiere.com
        www.openbravo.com
        www.adempiere.com
        Entstehungs-jahr
        2000
        2008
        2001
        1999
        2001
        2006
        Lizenz
        GPL v.3 / OEPL 1.1
        GPL v.3
        Apache License 2.0
        GPL v.2 / Prof. Edition teilweise proprietär
        eigene, basiert auf Mozilla Public Licence 1.1
        GPL v.2
        Programmier-sprache
        Python
        Python
        Java
        Server-OS
        Linux, Windows
        Linux, Windows
        Linux, Windows
        Linux, Windows
        Linux, Windows
        Linux, Windows
        Client-OS
        Linux, Windows, Browser
        Linux, Windows
        Linux, Windows, Browser
        Linux, Windows, Browser (ab Professional-Version)

        Browser

        Linux, Windows, Browser
        Datenbanken
        PostgreSQL
        PostgreSQL
        MySQL, PostgreSQL, Oracle, Sybase, MS SQL Server, DB2
        Oracle, in Community Edition auch Oracle XE
        Oracle, PostgreSQL (nur in Community und Basic Edition)
        Oracle, Oracle XE, PostgreSQL
        Projektent-wickler
        nicht bekannt
        14
        140
        74
        82
        83

        Open Source ERP Systeme – Teil II

        Open ERP/Tiny ERP
        Tryton
        Apache OFBiz
        Compiere
        Openbravo
        ADempiere
        Foreneinträge
        32.000
        300
        24.000
        31.000
        24.000
        28.000
        Auftrags-abwicklung
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Fertigung
        Ja
        Nein
        Ja
        Ja, erw. Prof. Edition
        Ja
        Ja
        Beschaffung
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Material-wirtschaft
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Ja
        Web-GUI
        Ja
        Nein
        Ja
        Nur Prof. Edition
        Ja
        Ja
        Importformate
        .csv
        -
        .csv, .xml
        .csv, .xml
        .csv
        EDI, .csv
        Exportformate
        .csv
        .csv, erw. Umfang Prof. Edition
        .csv, .xml
        csv, .html, .xml, .txt, .pdf, .ps, .doc
        .csv
        DATEV, EDI, .csv, .html, .xml, .pdf
        Herstellersupport
        Ja
        Ja
        Nein
        Ja
        Ja
        Nein

        Open Source ERP Systeme – Teil II


        • Größte Herausforderungen für OS-ERP
          • Lokalisierung und Übersetzung
          • Lokalisierung ≠ Übersetzung, Lokalisierung = Übereinstimmung mit landesspezifischen Anforderungen und Gesetzen (Steuersätze […])
          • ADempire auf gutem Weg, Tryton scheint zu folgen



        [Quelle: iX, Magazin für professionelle Informationstechnik 07/09, S. 66.]

        Open Source ERP Systeme – Teil II (2)

        • OFBiz & ADempire starke Entwicklergemeinschaft
        • OFBiz & ADempire starke Entwicklergemeinschaft
        • Open ERP, Tryton, Compiere & Openbravo Unternehmen mit kommerziellen Interessen
        • OS-ERP Systeme bieten auch keine universal ERP Lösung
        • ausgereifte OS-ERP Frameworks verfügbar
        • als Projektgrundlage für Dienstleister geeignet



        [Quelle: iX, Magazin für professionelle Informationstechnik 07/09, S. 66.]

        Open Source ERP Systeme – Beispiel Apache OFBiz

        OFBiz Applications


        Layer 1 Accounting Content Mgmt Inventory & Warehouse Manufacturing Customer Service Marketing Product Catalogs eCommerce Order Entry Point Of Sales

        Open Source ERP Systeme – Beispiel Apache OFBiz

        Layer 1 AXIS BSF beanshell Service Oriented Architecture Web Services (SOAP/XML) Scripting Languages Meta-programming Presentation Business Logic Data Framework Xerces Jakarta Commons Javolution Lucene Xalan POI Log4j ORO Model-View-Controller Decorator pattern Template vs. Actions Meta-programming XML Data Modeling Meta-programming Database Independence Persistence Tomcat, Jetty beanshell Java POS, XUI Freemarker, FOP Jasper Reports JOTM JDBC Derby XAPool Minerva

        Open Source ERP Systeme – Beispiel Apache OFBiz

          OFBiz Frontend

          Open Source ERP Systeme – Beispiel Apache OFBiz

             OFBiz Backend

            Beispiel SAP

            • gegründet 1972 in Walldorf
            • fünf ehemalige Mitarbeiter der IBM
            • (Claus Wellenreuther, Hans-Werner
              Hector, Klaus Tschira, Dietmar Hopp und Hasso Plattner)
            • Ziel: Entwicklung und Vermarktung von Standardsoftware
            • Weltmarktführer im Bereich betriebswirtschaftliche Standardsoftware
            • eines der größten und wachstumsstärksten internationalen Softwarehäuser
            • rund 54.000 Mitarbeiter
            • vorläufiger Jahresumsatz 2010 12,464 Mrd. Euro
            • Kunden 183.000
            • Anwender 12 Mio. in über 130 Ländern


            [Quelle: http://www.sap.com/germany/about/press/daten.epx]

            Charakteristik der SAP Systeme

            [Quelle: European Business School,  Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.]

            Unternehmensstruktur - Terminologie

            Layer 1 Unternehmen Tochter- gesellschaft Lager Fabrik organisation Verkaufs- Abteilung Sparte Geschäfts- bereich SAP Buchungs- kreis organisation Verkaufs- Werk Sparte Lagerorte Mandant Firma

            R/2 vs. R/3

            Systemumfeld R/3

            [Quelle: European Business School, Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.]

            Client-Server-Architektur R/3

            [Quelle: Institute for Computer Science and Business Informatics]

            Technische R/3 Umgebung

            [Quelle: Institute for Computer Science and Business Informatics]

            Module in R/2 und R/3

              Zur Realisierung der betriebswirtschaftlichen Funktionen ist das SAP-System in unterschiedliche Module aufgeteilt, die wiederum Teilkomponenten enthalten

              [Quelle: European Business School, Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.]

              Modulstruktur R/3 Übersicht


              [Quelle: Institute for Computer Science and Business Informatics]

              Komponente Materialwirtschaft MM

                Zur Durchführung der Materialwirtschaftsaufgaben ist das R/3-System in Teilkomponenten aufgeteilt: 


                [Quelle: Institute for Computer Science and Business Informatics]

                Teilkomponente Beschaffung

                [Quelle: Institute for Computer Science and Business Informatics] 

                Sichten eines Materials

                [Quelle: Institute for Computer Science and Business Informatics]

                Hauptunterschiede SAP R/3 und mySAP ERP

                   
                 

                 Client/Server Architektur1

                =>

                Serviceorientierte Architektur

                 

                Web Application Server

                =>

                Powered by SAP NetWeaver

                 

                Transaktionsbasierte Benutzer

                =>

                Geschäftsbezogene Benutzer

                 

                datenzentriert

                =>

                nachrichtenzentriert

                 

                Unternehmensprozesse

                =>

                Unternehmensübergreifende Prozesse

                 

                Echtzeit Datenverarbeitung

                =>

                Echtzeit Geschäft

                Ausbaustufen für ein R/3 System

                Layer 1 SAP NetWeaver mySAP Business Suite mySAP Solutions mySAP SRM mySAP PLM mySAP SCM mySAP CRM mySAP ERP R/3 Enterprise R/3 Basis Web AS

                Umfang eines SAP R/3 4.6C

                Layer 1 SAP NetWeaver Application Platform (Web AS) People Integration (Portal) Information Integration (BI, MDM) Process Integration (XI) SAP R/3 Enterprise mySAP mySAP mySAP mySAP CRM PLM SCM SRM mySAP Business Suite Financials Human Resources Corporate Services Operations

                Umfang eines SAP R/3 Enterprise

                Layer 1 SAP NetWeaver Application Platform (Web AS) People Integration (Portal) Information Integration (BI, MDM) Process Integration (XI) SAP R/3 Enterprise mySAP mySAP mySAP mySAP CRM PLM SCM SRM mySAP Business Suite Financials Human Resources Corporate Services Operations

                Umfang eines mySAP ERP

                Layer 1 SAP NetWeaver Application Platform (Web AS) People Integration (Portal) Information Integration (BI, MDM) Process Integration (XI) Financials Human Resources Corporate Services Operations mySAP ERP mySAP mySAP mySAP mySAP CRM PLM SCM SRM mySAP Business Suite

                Zusammenhang SAP R/3 und SAP R/3 ERP

                Layer 1 Layer 1 SAP NetWeaver Application Platform (Web AS) People Integration (Portal) Information Integration (BI, MDM) Process Integration (XI) Financials Human Resources Corporate Services Operations SAP R/3 ERP

                mySAP ERP Edition 2004




                SAP ECC (ECC = ERP Central Component) als Ersatz für SAP R/3 Enterprise

                Im Vergleich zu SAP R/3 Enterprise gibt es in SAP ECC Änderungen im Aufbau bezogen auf Enterprise Services Architecture, verbesserte Benutzerfreundlichkeit und neue Funktionalität, wie die neue Hauptbuchhaltung.

                Trend der SAP

                • Enterprise Service Architecture
                  • Service Oriented Architecture for adaptive business Solutions
                  • Service Oriented
                    • Offenheit (Web Services + andere Standards)
                  • Architecture
                    • neue Lösungen entwickeln und vorhandene integrieren
                    • kein allein stehendes Produkt
                  • Adaptive
                    • leichte Änderbarkeit, Innovationsfreundlich

                Trend der SAP

                • Enterprise Service Architecture
                  • Service Oriented Architecture for adaptive business Solutions
                  • Business
                    • Verlässlichkeit, Skalierbarkeit, Handhabbarkeit, Hochverfügbarkeit
                  • Solutions
                    • Blueprint für mySAP Business Suite, SAP NetWeaver, SAP xApps (apps4erp.de)

                Technologische Entwicklung innerhalb SAP

                Layer 1 Konvergenz Divergenz SCM CRM HR ERP Mainframe 3-Tier-Client/Server Enterprise Services Architecture AUTOMATION Distribution Collaboration 1993 2003 Replace Extend PCAs* R/2 R/3 SAP.com mySAP Business Suite R/2 Basis R/3 mySAP SAP NetWeaver Basis Technology

                PCA* = Packaged Composite Application 


                [Quelle: In Anlehnung an SAP AG, 2005]

                Beispiel für R/3 Oberflächen

                GODYO P/4plus

                • Fakten seit 2008
                  • Die 3 Unternehmen der GODYO- Unternehmensgruppe:
                    • GODYO AG
                    • GODYO Enterprise Computing AG
                    • GODYO Business Solutions AG
                  • Mitarbeiter: 42
                  • Umsatz: 6 -7 Mio. €
                  • Grundkapital: 420.000 €
                  • Firmensitz: Jena
                  • Vorstand: Hans-Uwe Schramm
                  • Prokura: Angelika Rippel
                • Historische Entwicklung
                  • 1990: Gründung der ER&P GmbH
                  • 1997: Innovationspreis für mutige Unternehmer – Auszeichnung durch den damaligen Bundespräsidenten
                  • 2000: Umwandlungsbeschluss zur Umfirmierung in die GODYO AG
                  • 2006: Einstieg der Janz-Unternehmensgruppe
                  • 2005/06/08: erfolgreiche Positionierung in der ERP- Zufriedenheitsstudie der Trovarit AG
                  • 2008: Umstrukturierung der GODYO AG zur GODYO-Unternehmensgruppe, bestehend aus 3 Aktiengesellschaften


                GODYO P/4plus

                ERP in Augenhöhe für:

                • Kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen
                  • diskrete Fertigung einfacher bis hoher Komplexität
                  • Einzel- und Kleinserienfertigung/Unikatfertigung
                  • 50-500 Mitarbeiter (5-200 AP)
                • Branchenausrichtung
                  • Maschinen- und Anlagenbau
                  • Automobilzulieferung
                  • Feinmechanik, Optik, Elektronik
                  • Werkzeugbau

                GODYO P/4plus

                GODYO P/4plus – Hard Facts:

                • Produktionsoptimierung - Rollierendes Planungsverfahren
                  • priorisiert bei Verzug und glättet Auslastung
                  • Erweiterter MRP II Ansatz (Kapazitäts- und Materialbedarf sind abhängig voneinander geplant)
                  • Realisierung einer Kontinuierliche Produktionsauslastung und hoher Termintreue
                  • Tagesaktuelle Berücksichtigung der Kapazitätssituation

                GODYO P/4plus

                GODYO P/4plus – Hard Facts (2):

                • Projektverwaltung /-fertigung
                  • Projekt bestimmt Terminvorgaben für Produktion
                  • Meilensteine in Arbeitsplan
                  • Relative Terminierung ermöglicht Mitführen von Sollterminen
                  • Geringerer Aufwand für Projektkoordination
                  • Fertigungstermine passgenau zum Projekt
                  • Planung und Überwachung von Servicepersonal !!!

                GODYO P/4plus

                GODYO P/4plus – Hard Facts (3):

                • Durchgängig konfigurierbare Oberfläche
                  • Freie Maskengestaltung bereits im Basismodul
                  • Firmen-/Gruppen-/Nutzerbezogene Bezeichner und Hilfetexte
                  • Freifelder und Ergänzungsprogramme
                • Customizing, Formulare und Auswertungen sowie mögliche Anpassungen begründen die sehr hohe „Mittelstandseignung“

                GODYO P/4plus - Module/Bereiche

                • Basis
                  • Workflow, Datenaustausch, Office Integration,
                  • Dokumentenversand, Webservices, Schnittstellen
                • Vertrieb
                  • Stammdaten, Komplette Angebots- und Auftragsverwaltung,
                  • Kommissionierung, Lieferung, Fakturierung
                • CRM
                  • Kundenchronologie, Kampagnen, Forecast, Serienbriefe
                • Einkauf
                  • Stammdaten, Komplettes Beschaffungsmanagement, Anfragen, Bedarfe, Bestellungen, Mahnungen, Lieferantenbewertung, Nachweisverfahren

                GODYO P/4plus - Module/Bereiche (2)

                • Materialwirtschaft
                  • Stammdaten, Bestandsmanagement, Stücklisten, Lagerort- und Lagerplatzverwaltung
                • Produktion
                  • Stammdaten, Planung, Steuerung, Simulation, BDE, Auftragsfertigung, Lagerfertigung
                • FiCo
                  • FiBu, AnBu, Kore, Lohn
                • MIS
                  • Report, Olap, Statistiken

                GODYO P/4plus Technologie

                • ca. 550.000 Zeilen Sourcecode
                • ca. 800 Packages
                • ca. 250 Tabellen
                • ca. 16.000 Felder
                • ca. 1.000 Views
                • ca. 1.175 Constraints
                • ca. 500 Trigger

                GODYO P/4plus User Interface

                  [Quelle: GODYO AG]

                  ERP- Zufriedenheit

                  Einführung einer Standardlösung

                  [Quelle: European Business School, Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.]

                  [Quelle: European Business School, Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.]

                  R/3 Referenzmodell

                  • Das R/3-Referenzmodell beschreibt auf einer betriebswirtschaftlichen Ebene den Leistungsumfang des R/3-Systems. Das R/3-Referenzmodell beinhaltet unterschiedliche Modelltypen. Anhand der folgenden Modelltypen können die verschiedenen Aufgabenbereiche im Rahmen der R/3-Einführung bearbeitet werden:
                    • Prozessmodell
                    • Komponentenhierarchie
                    • Business-Objekt-Modell

                  [Quelle: http://help.sap.com/]

                  R/3 Referenzmodell (2)

                  • Diese Modelltypen unterstützen Sie dabei, die aufbau- und ablauforientierten Aspekte Ihres Unternehmens zunächst konzeptionell abzubilden, bevor Sie mit der unternehmensspezifischen Ausprägung des R/3-Systems beginnen.

                  • Die Modelltypen basieren auf den zentralen Strukturkomponenten eines Unternehmens, wie Organisationseinheiten, Geschäftsprozesse und Objekte und den darauf aufbauenden Anwendungen, wie ALE und Workflow.

                  [Quelle: http://help.sap.com/]

                  R/3 Referenzmodell – verwendete Modellierungsobjekte


                  • Gestrichelte Linie: komplexes Objekt (Szenario besteht aus Prozessen, Objekten etc.)
                  • Durchgezogene Linie: Zuordnung

                  [Quelle: http://help.sap.com/]

                  Accelerated SAP (ASAP)

                  [Quelle: European Business School, Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.]

                  Szenarien Fertighaus versus Lego-Prinzip

                  • Fertighaus-Prinzip
                    • Einstieg auf Ebene der Szenarien (Top-Down-Vorgehensweise)
                    • Szenarioprozesse werden geprüft, evtl. neu zusammengestellt
                  • Anwendungsvoraussetzungen:
                    • R/3-Berater braucht gute Branchen- und R/3-Referenzprozesskenntnisse
                    • Es ist frühzeitig erkennbar, dass die zu betrachtenden Markt- und Produktsegmente des Unternehmens in die angebotenen R/3-Szenarien eingeordnet werden können.
                  • Lego-Prinzip
                    • Einstieg auf Ebene von R/3-Prozessbausteine (Bottom-Up-Vorgehensweise)
                    • Kopplung von Transaktionen zu Prozessbausteinen, Montage zu Szenarien
                  • Anwendungsvoraussetzungen:
                    • Das zu betrachtende Markt- und Produktsegmente des Unternehmens lässt sich nur schwierig in R/3-Szenarien einordnen

                  How much Re-Engineering and when?

                  Layer 1 Process reengineering R/3 implementation Process reengineering R/3 implementation Layer 1 Re-engineering up front Layer 1 AS-IS Implementation, BPR later 100% process efficiency through R/3 100% information through SAP R/3 1 2


                  [Quelle: Accelerated SAP

                  Zitate Einführung SAP

                  „Das ist für uns quasi ein Kulturwandel“

                  • Wolfgang Gaertner, CIO Core Banking, Deutsche Bank
                  • Quelle http://www.computerwoche.de/management/it-strategie/1928661/

                  Vorwerk

                  • Mehr als zwei Drittel des Budgets für die SAP-Einführung bei Vorwerk waren schon ausgegeben.
                  • In gerade einmal drei Ländern lief die SAP-Umgebung - jedoch mehr schlecht als recht. (2007)
                  • Quelle http://www.computerwoche.de/software/1928609/

                  Markttrends ERP insbesondere Mittelstand

                  • Marktentwicklung $23.8 billion 2008 à $24.5 billion Jahresende 2009
                    • SAP (28%), Oracle (14%), Sage (7%), Infor (6%) und Microsoft (4%)
                  • Gesättigter Markt – ablösen alter Lösungen durch neuere, moderne Lösungen
                  • Industriespezifische Funktionalität oder Vertikalisierung der Systeme
                    • Lawson, IFS and QAD direkt
                    • Microsoft durch Partnersystem
                  • Modernisierung
                    • Viele Systeme haben ihre Wurzeln in 1980ern
                    • SOA
                    • Transformation der Systeme zu nutzerzentrierten, modell-getriebenen, konfigurierten Systemen mit integrierter Analysefunktionalität

                  [Quelle: Gartner, http://www.gartner.com/technology/media-products/reprints/microsoft/vol4/article12/article12.html]

                  Markttrends ERP insbesondere Mittelstand (2)

                  • Globalisierung
                    • nicht mehr nur ein Thema für Großunternehmen -> der Mittelstand wird international
                  • häufig nutzergetrieben, der Hersteller folgt seinen Kunden in neue Märkte
                  • Konsolidierung
                    • viele Merger & Acuisitions (Oracle, Infor und Sage am aktivsten)
                  • SaaS ERP
                    • Im Gegensatz zu großen Unternehmen spielt SaaS im Mittelstand eine Rolle
                    • Kostenersparnis ist der Treiber
                    • GODYO, Netsuite, SAP Business by Design
                  • Open Source
                    • bei Infrastruktur schon weit verbreitet, Auswirkungen auf ERP marginal

                  Lernziele - Zusammenfassung

                  • Die historische Entwicklung von ERP – Systemen kennen,
                  • ERP – Systeme von SAP, Godyo und Apache am Beispiel kennen lernen,
                  • Vorgehen und Schwierigkeiten bei der Einführung von ERP – Systemen skizzieren können,
                  • zukünftige Trends beschreiben.

                  Quellen

                  • Porter, M.E. Competition in Global Industries, Boston/Mass., 1986
                  • Institute for Computer Science and Business Informatics, ERP-Systeme und Unternehmensführung, Berger, Schweighofer und Reingruber.
                  • Fachhochschule Oldenburg, Einführung SAP-R/3, Prof. Dr. Reinhard Elsner.
                  • European Business School, Enterprise Resource Planning Systems, Susanne Strahringer.
                  • Mertens et al.: Lexikon der Wirtschaftsinformatik, 4. Aufl., Berlin, 2001
                  • Juergen Gausemeier, 2008, Computer Integrated Manufacturing (CIM) in Enzyklopädie der Wirtschaftsinformatik Online-Lexikon, abgerufen am 10.05.2008
                  • Scheer, August-Wilhelm: Computer Integrated Manufacturing. 4. Auflage., Berlin:  Springer, 1990.

                  Betriebliche Informationssysteme


                  VL 06 – Computer Integrated Manufactoring (CIM) und Supply Chain Management (SCM)


                  Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

                  soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

                  Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

                  kuehne@informatik.uni-leipzig.de


                  Rückblick





                  Rückblick

                  Motivation




                  Motivation

                  Integration betrieblicher Informationssysteme

                  Funktions- vs. Prozessdenken

                  Layer 1 Einkauf Lager Fertigung Vertrieb Versand Abteilungs- ziele - Z 1 - Z n - ... Abteilungs- ziele - Z 1 - Z n - ... Abteilungs- ziele - Z 1 - Z n - ... Abteilungs- ziele - Z 1 - Z n - ... Abteilungs- ziele - Z 1 - Z n - ... Abteilungs- ergebnisse - E 1 n - ... - E Abteilungs- ergebnisse - E 1 n - ... - E Abteilungs- ergebnisse - E 1 n - ... - E Abteilungs- ergebnisse - E 1 n - ... - E Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Abteilungs- ergebnisse - E 1 n - ... - E Prozess- ziele Prozess- ziele Prozess- ergebnisse Prozess- ergebnisse Produktentwicklung Auftragsabwicklung

                  Anwendungssysteme

                  Layer 1 Personal- wesen Finanz- und Rechnungs- wesen Fertigung Produktion Vertrieb Marketing Ebene Strategische Management- Ebene Operative Ebene Umsatz- trendvorhersage Personal- planung 5-Jahres- Geschäftsplan Gewinn- planung Arbeits- kostenanalyse Budget- planung Lagerbestands- kontrolle Vertriebs- leitung Auftrags- bearbeitung Material- wirtschaft Lohnbuch- haltung Kreditoren- buchhaltung Personal- verwaltung Integration

                  Integration als Zustand


                  Integrierte Anwendungssysteme

                  Layer 1 ERP CRM SRM SCM CIM PLM

                  Computer Integrated Manufacturing



                  Computer Integrated Manufacturing

                  Computergestützte Fertigung

                  • Ansatz zur Automatisierung des gesamten Fertigungsprozess, z.B. in
                    • Automobilindustrie
                    • Maschinen- und Anlagenbau
                  • Verbindet technische und betriebswirtschaftliche Belange, z.B.
                    • CAD (computerunterstütztes Zeichnen, Entwurf)
                    • CAP (rechnergestützte Arbeitsplanung)
                    • CNC (Fertigung)
                    • CAQ (rechnergestützte Qualitätssicherung)
                    • CAM (rechnergestützte Fertigung)
                    • PPS (Produktionsplanung und -steuerung)
                    • BDE (Betriebsdatenerfassung)

                  CIM-Referenzmodelle (1)

                  CIM Reference Models (3)

                  CIM-Referenzmodelle (3)

                  CIM erfordert Integration

                  • der Funktionsbereiche
                    • Produktentwicklung, Produktion
                    • Vertrieb, Lagerhaltung, Versand, Rechnungswesen
                  • Kundenspezifikation an Konstruktion
                  • Grobkalkulation von Entwurfsalternativen
                  • Produktionsaufträge mit feststehenden Fertigungsterminen an Versanddisposition

                  Abgrenzung

                  • Probleme
                    • Beteiligung verschiedener Organisationseinheiten
                    • Hard-/Softwarekomponenten oft von unterschiedlichen Herstellern
                  • Schema/Konzept gilt
                    • insbesondere für kundenwunschorientierte Hersteller diskreter Erzeugnisse
                    • weniger für
                      • Prozessindustrie
                      • Einzelfertiger
                      • Massenfertiger
                  • vollständige Automatisierung (menschenleere Fabrik) nur bedingt erreicht

                  Supply Chain Management



                  Computer Integrated Manufacturing

                  Verknüpfung von Lieferanten, von Lieferanten mit Kunden, von Kunden

                  Motivation für Supply Chain Management

                  Layer 1 direkte Beziehungen Wertschöpfungsnetzwerk en ManmanpeoplepersonChris KempsonChris KempsonChris Kempsonimage/svg+xmlen Zulieferer Kunde Produktion Zulieferer Zulieferer Produktion Produktion Produktion Produktion Kunde Produktion Distribution eines Unternehmens Kunde

                  Zielsetzungen des SCM

                  Layer 1 Kunden- zufriedenheit hohe Flexibilität Kosten- senkung Ziele Layer 1 Nachfrageschwankungen Produktänderungen Produkte mit kurzen Lebenszyklen Expansion auf neue Märkte Transfer der Produktion Allianzen und Fusionen Layer 1 Produktverfügbarkeit geringe Lieferzeiten Lieferzuverlässigkeit Produktqualität Zusatzleistungen Layer 1 geringe Kosten geringe Lagerhaltungs- für Transport kosten

                  Leistungsbewertung (Metrik)

                  • Erfüllungsquote
                  • rechtzeitige Auslieferung
                  • durchschnittliche Zeit von Auftrag bis zur Auslieferung
                  • Gesamtlieferkettenkosten
                  • Anzahl der Tage wie lange Lieferung im Lager bleibt
                  • Bestandsumschlag
                  • Antwortzeit der Lieferkette
                  • Vorhersagegenauigkeit
                  • Zykluszeit
                  • Cash-Cycle-Zeit

                  Just-in-Time-Produktion

                  • Lieferkettenineffizienzen
                    • Teileknappheit
                    • freie Produktionskapazitäten
                    • überhöhte Lagerbestände
                  • perfekte Informationen
                    • welche Kunden benötigen wann, welche und wie viele Produkte
                    • wann können diese produziert werden
                  • JIT-Strategie
                    • minimale Lagerhaltung
                    • Komponenten treffen genau dann ein, wann sie benötigt werden

                  Bullwhip (Peitschenschlag)-Effekt

                  • Unsicherheiten
                    • unsichere Produktnachfrage
                    • zu späte Lieferungen
                    • defekte Teile
                    • Produktionsausfälle
                  • Bullwhip-Effekt: Verzerrung von Informationen über Nachfragemengen bei Weitergabe innerhalb der Lieferkette
                  Layer 1 Lieferant Hersteller Groß- händler händler Einzel- Kunde

                  Push- vs. Pull-basierte Lieferketten

                  Layer 1 Lieferant Hersteller Groß- händler händler Einzel- Kunde Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Lieferant Hersteller Groß- händler händler Einzel- Kunde Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Lieferung nach Lieferung nach Vorhersage Auftrag auf Vorhersagen basierende Produktion Produktion nach Auftrag auf Vorhersagen basierende Lagerhaltung automatisches Auffüllen des Lagers auf Vorhersagen basierende Vorratshaltung automatisches Auffüllen des Vorrats kauft, was in den Regalen liegt Kunde bestellt

                  Supply Chain Operations Reference (SCOR)-Model

                  Layer 1 Layer 1 Beschaffen Layer 1 Herstellen Layer 1 Ausliefern Lieferanten ermitteln Auslieferungen planen Lagerbestände verwalten Produktplan aufstellen Qualität und Leistung bewerten unfertige Erzeugnisse verwalten Transportunternehmen auswählen Lieferungen versenden Warenlager verwalten Rechnungen verschicken Layer 1 Ressourcen mit Anforderungen abgleichen Lieferketten mit dem Geschäftsfinanzplan abstimmen Planen Layer 1 Rückliefern Rücksendungen autorisieren Rücksendungen einplanen Rücksendungen entgegen nehmen Gutschriften für Rücksendungen ausstellen

                  • Lieferkettenplanungssysteme
                    • Auftragsplanung
                    • Zeitplanung und Produktionsplanung
                    • Bedarfsplanung
                    • Vertriebsplanung
                    • Transportplanung
                  • Lieferkettensteuerungssysteme
                    • Auftragsbestätigung
                    • Endproduktion
                    • Lagerauffüllung
                    • Vertriebsmanagement
                    • Rücklaufverteilung

                  SAP Supply Chain Mangement

                  Herausforderungen des SCM

                  • Lieferketten werden durch SCM-Software nicht automatisch besser
                  • umfangreiche Änderungen an Geschäftsprozessen erforderlich
                  • Koordination verschiedener funktionaler Bereiche unterschiedlicher Unternehmen
                  • Schulungsbedarf für neue Systeme

                  Betriebliche Informationssysteme


                  VL 07 – E-Business und E-Commerce I


                  Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

                  soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

                  Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

                  kuehne@informatik.uni-leipzig.de


                  E-Business




                  E-Business

                  Übersicht und Grundlagen

                  Überblick

                  Layer 1 A2B B2B A2C B2C en ManmanpeoplepersonChris KempsonChris KempsonChris Kempsonimage/svg+xmlen PPS FSS WW IPS E-Government E-Business E-Commerce B2BI SOA EAI ERP CRM SCM Markt- plätze Geschäfts- modelle Kunde

                  E-Business

                  • Unterstützung sämtlicher Wertschöpfungsprozesse eines Unternehmen durch die Nutzung elektronischer Lösungen und Netzwerke. [Brüne 2009]
                  • Neugestaltung strategischer Unternehmensprozesse und die Bewältigung der Herausforderungen eines neuen Marktes, der sich zunehmend durch Globalisierung auszeichnet und auf Wissen basiert. [Staudt 2001]
                  • Anbahnung sowie die teilweise respektive vollständige Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels elektronischer Netze. [Wirtz 2001]

                  E-Procurement und E-Commerce

                  • Leistungsaustauschprozess = Beschaffungs- oder Vertriebsprozess
                  • E-Procurement
                    • Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Unterstützung von Beschaffungsprozessen und deren Integration in den Arbeitsablauf eines Unternehmens
                  • E-Commerce
                    • jegliche Form geschäftlicher Information, Kommunikation oder Transaktion im Absatzbereich (Vertriebsprozess) von Unternehmen mittels elektronischer Medien

                  Anwendungsfelder für E-Business

                  Bezug zum ERP-System

                  Handlungsmatrix im E-Business

                  Layer 1 Basis Informationstechnik, Informationstechnologien, Informationsaustausch, Informationsökonomie, Informationswettbewerb Plattformen Systeme Prozesse Management Marketing Realisierung Einkauf Verkauf Handel Kontakt E-Procurement E-Shop E-Marketplace E-Community Hardware, Software, Datenbanken, Kataloge, Architekturen, Standards, CMS, ERP eSales, ePayment, eFulfillment, eDistribution, eControlling Produkt, Markt, Wettbewerb, Strategien, Analyse, Erfolgsfaktoren, Geschäftsidee, Geschäftsmodell Online-/Viral/One-to-One-Marketing, eCRM, eBranding Planung, Organisation, Umsetzung, Projektmanagement/ -phasen/ -team

                  Die vier Dimensionen des E-Business

                  Layer 1 Macro (> 500 Euro) Medium (> 5 Euro) Micro (< 5 Euro) Nano (< 0,05 Euro) Zero Business to Business Business to Consumer Consumer to Consumer Business to Administration Marktmodelle Geschäftsmodelle Anwendungen Software- komponenten Basistech- nologien Abwicklung/After Sales Support Vertragsschluss Verhandlung Vermittlung Information Akteure Transaktions- phasen Transaktions- volumen Ökonomisch/ technische Ebene

                  Beziehungen zwischen verschiedenen Akteuren

                  Layer 1 E-Government E-Commerce E-Procurement Unternehmen Behörden Konsument C2C B2B B2C A2A A2B A2C

                  Geschäftsbereiche

                  • Business-to-Consumer
                    • impliziert den Online-Handel zwischen Unternehmen und Kunden
                    • die Beziehung ist geprägt durch einen kurzfristigen Marktkontakt und kleinen bis mittleren Transaktionsbeträgen
                    • im Vordergrund steht die Auswahl des Produktes, die Bestellung und Bezahlung
                    • Plattformen im B2C sind hauptsächlich E-Shop und E-Marketplace
                    • Bsp.: amazon.de

                  Geschäftsbereiche

                  • Business-to-Business
                    • Leistungsbeziehung zwischen Unternehmen bzw. Unternehmensgruppen
                    • im Gegensatz zu B2C von einer längerfristigen Geschäftsbeziehung und komplexen Wertschöpfungsketten geprägt
                    • Plattformen im B2B sind hauptsächlich E-Company, E-Procurement und E-Marketplace
                    • Bsp.: supplyon.de
                  • Consumer-to-Consumer
                    • Gegenstand ist hauptsächlich die Organisation des Produkt- bzw. Informationsaustausches zwischen Privatpersonen
                    • Plattformen im C2C sind vorwiegend E-Community und E-Marketplace
                    • Bsp.: ebay.de

                  Geschäftsbereiche

                  • Government-to-Business
                    • Leistungsaustausch zwischen der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen
                    • bezieht sich überwiegend auf Transaktionen im Bereich der öffentlichen Beschaffung, insbesondere bei formalisierten Ausschreibungsverfahren
                  • Government-to-Governement
                    • Leistungsaustausch zwischen Staaten, öffentlichen Institutionen oder Ämtern
                    • soll zur Unterstützung von Unternehmen beim Handel dienen
                  • Government-to-Consumer
                    • beinhaltet Services für Bürger wie z.B. die Bereitstellung von Informationen, Formularen, die Abwicklung der Kfz-Anmeldung, An- und Ummeldung des Wohnsitzes

                  Plattformen im E-Business

                  • E-Procurement
                    • elektronische Beschaffung von Produkten oder Dienstleistungen
                  • E-Shop
                    • elektronischer Verkauf von Produkten bzw. Dienstleistungen durch ein Unternehmen über digitale Netzwerke
                  • E-Marketplace
                    • stellen virtuelle Handelsplattformen im B2B- oder B2C-Bereich dar, im Gegensatz zu E-Shops gibt es mehrere Leistungsanbieter

                  Plattformen im E-Business (2)

                  • E-Community
                    • organisierter Informationsaustausch/Kommunikation innerhalb eines elektronischen Kontaktnetzwerkes
                    • Beziehung zwischen Akteuren kann thematisch durch die Kommunikationsinhalte, aber auch über den sozialen oder beruflichen Status der Community-Teilnehmer bestimmt werden
                  • E-Company
                    • Verknüpfung von Unternehmen zwecks Kooperation, dabei entsteht ein gemeinsames, über digitale Wertschöpfungsnetze erstelltes Transaktionsangebot

                  Geschäftskonzepte

                  Content

                  Commerce

                  Context

                  Connection

                  Communication

                  Definition

                  Sammlung, Selektion, Systematisierung und Bereitstellung von Inhalten über Netzwerke

                  Anbahnung, Aushandlung und/oder Abwicklung von Geschäftstransaktionen über Netzwerke

                  Klassifikation, Systematisierung und Zusammenführung verfügbarer Informationen in Netzwerken

                  Repräsentation des Grades der formalen Verknüpfung in Netzwerken

                  Herstellung der Möglichkeit eines Informations-austausches in Netzwerken

                  Ziel

                  Bereitstellung von konsumentenorien-tierten, personalisierten Inhalten über Netzwerke

                  Ergänzung bzw. Substitution traditioneller Transaktionsphasen über Netzwerke

                  Komplexitätsreduktion und Bereitstellung von Navigationshilfen und Matching-Funktionen über Netzwerke

                  Schaffung von technologischen oder kommerziellen Verbindungen in Netzwerken

                  Schaffung von kommunikativen Verbindungen in Netzwerken

                  Erlösmodell

                  direkte (Premium-Inhalte) und indirekte Erlösmodelle (Werbung)

                  transaktionsabhängige, direkte und indirekte Erlösmodelle

                  direkte (Inhaltsaufnahme) und indirekte (Werbung) Erlösmodelle

                  direkte (Objektaufnahme/ Verbindungsgebühr) oder indirekte (Werbung) Erlösmodelle

                  direkte (Verbindungsgebühr) und indirekte Erlösmodelle (Werbung)

                  Plattform

                  E-Shop, E-Community, E-Company

                  E-Shop,
                  E-Procurement,
                  E-Marketplace

                  E-Community,
                  E-Marketplace

                  E-Marketplace,
                  E-Company,
                  E-Community

                  E-Community, E-Shop, E-Marketplace,
                  E-Company

                  Beispiele

                  sueddeutsche.de

                  mytoys.de, amazon.de

                  yahoo.de, google.de

                  autoscout.24.de

                  facebook.com

                  Mehrwert

                  Überblick, Auswahl, Kooperation, Abwicklung

                  Überblick, Auswahl, Abwicklung

                  Überblick, Auswahl, Vermittlung, Austausch

                  Überblick, Auswahl, Vermittlung, Abwicklung, Austausch

                  Überblick, Auswahl, Vermittlung, Austausch

                  Erlösmodell

                  • Unterscheidung der angebotenen Leistungen in Kern- und Nebenleistung
                    • Kernleistung: Einnahmen werden direkt durch die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen erzeugt
                    • Nebenleistungen: aufbauend auf den Kernleistungen können zusätzliche Leistungen abgeleitet werden, welche indirekte Einnahmen generieren
                  • Kombination von Kern- und Nebenleistung
                    • Singular-Prinzip
                      • bezahlte Kernleisung steht im Mittelpunkt, Nebenleistung ist nicht vorhanden (z.B. Verkauf über E-Shop)

                  Erlösmodell (2)

                  • Plural-Prinzip
                    • bezahlte Kernleistung (z.B. Vermittlungsleistung auf einem E-Marketplace) als auch vermarktbare Nebenleistung (z.B. Verkauf von Marktdaten) werden kombiniert
                  • Symbiose-Prinzip
                    • wie beim Plural-Prinzip stehen beide Leistungen im Mittelpunkt, Kernleistung wird kostenlos angeboten (z.B. Teilnahme an E-Community), um die Informationen für die Nebenleistung (z.B. personalisierte Werbung) überhaupt zu erhalten

                  Erlössystematik

                  • Margenmodell
                    • Kosten für die Leistungserstellung werden berechnet und um eine Gewinnmarge erweitert, daraus kann der Preis der Leistung abgeleitet werden
                    • Bsp.: E-Shop
                  • Provisionsmodell
                    • werden insbesondere Fremdleistungen an den Kunden vermittelt, erfolgt für die Leistungsvermittlung eine erfolgsabhängige Provisionszahlung
                    • Bsp.: Affiliate/Partner-Programme
                  • Grundgebührenmodell
                    • wird üblicherweise bei transaktionsunabhängigen Leistungen verwendet
                    • Bsp.: Aufnahmegebühr in E-Community

                  E-Commerce




                  E-Commerce

                  E-Shops im B2C-Bereich

                  Motivation am Beispiel der Umsatzentwicklung im

                  E-Shop

                  • Website zum elektronischen Einkauf von Produkten oder Dienstleistungen
                  • beim Einkaufen in einem Online-Shop werden alle Funktionen eines Bestellvorgangs unterstützt
                  • wie im stationären Handel können Produkte aus einem Warenangebot gewählt und in einen virtuellen Warenkorb gelegt werden

                  Produkte

                  • Produkte können physische oder digitale Güter oder Dienstleistungen sein
                  • Merkmale von digitalen Produkten

                   - kein Verschleiß

                   - Erfahrungsgüter

                   - leichte Änderbarkeit

                   - geringe Distributionskosten

                  • bei digitalen Produkten (Software, Musik, E-Books) kann der gesamte Kaufprozess elektronisch abgewickelt werden

                  Produktkatalog

                  • ein elektronischer Produktkatalog enthält analog zum klassischen Katalog des Versandhandels die angebotenen Produkte
                  • Besucher kann Informationen über die angebotenen Waren eines E-Shops abrufen
                  • Anbindungen an ERP-System

                  Produktwarenkorb

                  • enthält zu kaufenden Produkte
                  • dient als Zwischen- bzw. Kontrollspeicher bei der Produktauswahl
                  • sollte die folgenden Funktionalitäten haben
                    • Aufnehmen mehrerer Artikel
                    • Löschen bzw. Zurücklegen von aufgenommenen Artikeln
                    • Ansicht der Artikeldetails
                    • nachträgliches Ändern der Bestellmenge
                    • Brutto- und Nettopreiskalkulation
                    • Anzeigen der Versandkosten
                    • Anzeige möglicher Zahlungsarten

                  Prozessbereiche beim Online-Kauf

                  Prozesse beim Online-Kauf

                  • Produktbestellung (eSales)
                    • Prozess von der Produktauswahl bis zur virtuellen Kasse
                    • Faustregel: mit 3 Mausklicks zum Abschluss der Bestellung
                    • Information, wo sich der Kunde im Bestellprozess befindet
                    • Eingabe der nötigen Kundeninformationen; Einrichtung eines Benutzerkontos

                  Prozesse beim Online-Kauf (2)

                  • Produktbezahlung (ePayment)
                    • Abschluss der Bestellung bildet die Bezahlung
                    • Anforderungen: Sicherheit, Bedienbarkeit, Akzeptanz/Verbreitung, Wirtschaftlichkeit
                  • Produktlieferung (eFulfillment)
                    • Unterscheidung zwischen elektronischen und physischen Produkten
                    • Versandprozess bei physischen Produkten durch Paketdienstleister (Deutsche Post/DHL, DPD, GLS, Hermes, UPS)

                  Zahlungsverfahren

                  gängige Zahlungsverfahren (in Deutschland)

                  Offline vs. Online

                  klassische Verfahren: Rechnung, Vorauskasse, Nachnahme, Lastschrift, Kreditkarte

                  E-Payment-Verfahren: sofortueberweisung.de, paypal.com, giropay.de

                  Beispiel: Nachnahme


                    Beispiel: Lastschrift

                      E-Payment

                      E-Payment-Beispiel: giropay

                      Prozessabläufe bei verschiedenen Zahlungsverfahren

                      Mögliches Bezahlverhaltensmodell



                      Mögliches Bezahlverhalten

                      Z1=Rechnung, Z2=Vorauskasse, Z3=Kreditkarte, Z4=Nachnahme

                      Monetäre Key Performance Indicators (KPIs)

                      • KPI = Leistungskennzahl = Messen kritischer Erfolgsfaktoren
                      • Umsatz
                        • Bruttoumsatz
                          • theoretischer Umsatz des E-Shops ohne Abzug von Retouren
                          • Summe aller erfolgreich abgeschlossenen Bestellungen
                          • oft für Marketingzwecke veröffentlicht
                        • Nettoumsatz
                          • Bruttoumsatz abzüglich der Retouren
                          • Retourenquote: gibt an, wie viel Prozent des Umsatzes im E-Shop aufgrund von Retouren verloren gehen
                          • Nettoumsatz = Bruttoumsatz x (1-Retourenquote)

                      Monetäre Key Performance Indicators (KPIs)

                      • Gewinn
                        • Nettoumsatz abzüglich aller Kosten
                          • Prozesskosten für Bestellungen im Shop
                          • Produktkosten
                          • Kosten der Zahlungsverfahren
                      • Marge
                        • beschreibt die Gewinnspanne
                        • berechnet sich aus Gewinn / Nettoumsatz bzw. (Nettoumsatz - Kosten) / Nettoumsatz

                      Monetäre Key Performance Indicators (KPIs)

                      • jährliche Umsatzkurve
                        • gibt die jährliche Umsatzverteilung an
                        • wird oft durch saisonale Effekte beeinflusst (Weihnachtsgeschäft, Nachweihnachtsgeschäft, Ostern, Sommerloch)
                        • branchenspezifisch

                      Konversionstrichter eines E-Shops

                      Layer 1 Bestellung bestätigen Zahlungsart auswählen Checkout beginnen Produkt in Warenkorb legen Besucher Produktseite Besucher gesamt Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Mikro- Konversion Mikro- Konversion Mikro- Konversion Mikro- Konversion Makro- Konversion Mikro- Konversion Makrokonversion: Anzahl der Besucher / Anzahl der Bestellungen Mikrokonversion: n+1/n

                      Beispiel für Konversationsrate


                      [Quelle: http://www.ibusiness.de/shop/db/ib_shop.780388bma.html]

                      Weitere KPIs

                      • durchschnittlicher Warenkorbwert / Warenkorbverteilung
                      • Durchschnittsalter der Kunden
                      • durchschnittliche Anzahl der Bestellungen eines Kunden
                      • durchschnittliche Anzahl der Produkte pro Bestellung
                      • Geschlechterverhältnis der Kunden
                      • Anteil der Bestandskunden
                      • Anteil der Neukunden

                      Weitere KPIs (2)

                      • Zahlungsausfallquote
                      • Return on Investment (ROI)
                      • Kundenwachstum / Umsatzwachstum
                      • durchschnittliche Kosten pro Bestellung / Kunde / Besucher
                      • durchschnittlicher Ertrag pro Bestellung / Kunde / Besucher
                      • durchschnittliche Zeit auf einer Shop-Seite

                      Problem bei der Umsetzung von E-Commerce

                      • E-Commerce ist ein komplexes Netzwerk eng miteinander verzahnter Prozesse
                      • das reibungslose Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ist anspruchsvoll und unabdingbar
                      • das schwächste Glied in der Prozesskette entscheidet über Erfolg oder Misserfolg
                      Layer 1z"/> Layer 1 Online Marketing Payment Marketing Services Call Center Business Intelligence Content Production Hosting Fulfillment Web Shop Technology Technical Services Design Services Customer Relationship Kunde Mgmt Kunde Anbieter 1 Kunde Anbieter 1 Anbieter 6 Anbieter 2 Anbieter 3 Anbieter 4 Anbieter 5 Kunde Anbieter 2

                      Herausforderungen im E-Commerce

                      Shop-Lösungen

                      • Shop-Lösung alleine reicht nicht aus !
                        • Produktpflege, Fulfillment, Rechnungslegung, …

                      Full-Service E-Commerce

                      • alle Aspekte des E-Commerce aus einer Hand
                      • Vorteile
                        • schnelle Umsetzung und kalkulierbare Kosten
                        • geringes Risiko
                        • erfolgsorientiertes Preismodell
                        • hohe Erfolgsquote durch E-Commerce Erfahrung des Full-Service-Provider
                        • innovative Vertriebsmodelle vom Full-Service-Provider
                        • hohe Skalierbarkeit und Flexibilität
                      Layer 1z"/> Layer 1 Online Marketing Payment Marketing Services Call Center Business Intelligence Content Production Hosting Fulfillment Web Shop Technology Technical Services Design Services Customer Relationship Mgmt

                      Zielgruppen

                      Kleine u. mittlere Unternehmen (KMU)

                      • Charakteristika:
                        • weniger bekannte Marken
                        • kleiner Kundenstamm
                        • kleines Sortiment
                        • kleines Budget
                      • Kundenziele:
                        • schnell live gehen
                        • fehlendes Know-how ausgleichen
                        • viel Beratung erhalten
                        • Features der „Großen“ zu kleinen Preisen nutzen
                      • Erfahrene Großkunden
                      • Charakteristika:
                        • starke und traditionsreiche Marken
                        • langjährige Erfahrung im E-Commerce
                        • sehr individuelle Bedürfnisse
                        • großer Kundenstamm
                        • großes Sortiment
                      • Kundenziele:
                        • BPO (Business Process Outsourcing)

                      Zusammenstellung eines Leistungsbündels


                      Full-Service Systemlandschaft

                      Literatur

                      [Kollmann 2011] Kollman, T: E-Business - Grundlagen elektronischer Geschäftsprozesse in der Net Economy, 4. Auflage. Gabler-Verlag, 2011, ISBN: 978-3-8349-2452-0

                      [Merz 2002] Merz, M: : E-Commerce und E-Business – Marktmodelle, Anwendungen und Technologien, 2. Auflage. dpunkt-Verlag, 2002, ISBN: 978-3-89864-123-6

                      [Stahl 2009] Stahl u.a.: E-Commerce-Leitfaden, Erfolgreicher im elektronischen Handel, 2 Auflage. ibi research an der Universität Regensburg GmbH, ISBN: 978-3-940416-12-4, http://www.ecommerce-leitfaden.de/

                      [Brüne 2009] Brüne, K: Lexikon E-Business – Online Marketing – E-Commerce – Internet-Prozessmanagement. Deutscher Fachverlag GmbH, 2009, ISBN: 978-3-86641-047-3 (als E-Book in der auf www.ub.uni-leipzig.de erhältlich)

                      Betriebliche Informationssysteme


                      VL 07 – E-Business und E-Commerce II


                      Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

                      soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

                      Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

                      kuehne@informatik.uni-leipzig.de


                      E-Procurement




                      E-Procurement

                      E-Business, E-Commerce und E-Procurement

                      • Anbahnung sowie die teilweise respektive vollständige Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels elektronischer Netze
                      • Leistungsaustauschprozess = Vertriebs- oder Beschaffungsprozess
                      • E-Commerce
                        • jegliche Form geschäftlicher Information, Kommunikation oder Transaktion im Absatzbereich (Vertriebsprozess) von Unternehmen mittels elektronischer Medien
                      • E-Procurement
                        • Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Unterstützung von Beschaffungsprozessen und deren Integration in den Arbeitsablauf eines Unternehmens

                      Produkt

                      Klassifikation von Produkten anhand bestimmter Kriterien

                      • ABC-Analyse
                        • A-Güter: hoher Einzelbestellwert, geringes Bestellvolumen
                        • B-Güter: mittleren Einzelbestellwert, mittleres Bestellvolumen
                        • C-Güter: niedriger Einzelbestellwert, hohe Bestellmenge
                      • XYZ-Analyse
                        • X-Güter: regelmäßige Beschaffung
                        • Y-Güter: unterliegen regelmäßigen Schwankungen, saisonbedingt
                        • Z-Güter: unregelmäßige Beschaffung
                      Wertigkeit

                      Regelmassig-

                      keit

                           
                      A
                      B
                      C
                      X
                      hoher Wertanteil
                      konstanter Bedarf
                      mittlerer Wertanteil
                      konstanter Bedarf
                      niedriger Wertanteil
                      konstanter Bedarf
                      Y
                      hoher Wertanteil
                      schwankender Bedarf
                      mittlerer Wertanteil
                      schwankender Bedarf
                      niedriger Wertanteil
                      schwankender Bedarf
                      Z
                      hoher Wertanteil
                      unregelmäßiger Bedarf
                      mittlerer Wertanteil
                      unregelmäßiger Bedarf
                      niedriger Wertanteil
                      unregelmäßiger Bedarf

                      Produktkatalog

                      • Darstellung von Informationen über angebotene Produkte
                      • analog zum E-Shop, jedoch komplexer
                      • stehen in engem Zusammenhang zu Material- und Produktdaten
                      • vier Arten von Daten
                        • Katalogmetadaten: Version, Ersteller, Bezeichnung
                        • Katalogstrukturdaten: Produktkategorien
                        • Produktdaten: Beschreibung, Preis
                        • Produktstrukturdaten: Beziehungen zu anderen Produkten
                      Layer 1 Layer 1 PLM Katalogdaten Preise Vertriebstexte Zeichnungen Identifikation Klassifizierung Merkmale Herstellungskosten Bestände Produktionsdaten Arbeitspläne Stücklisten Produktabbildungen für Browserausgabe Keywords für Katalogsuche Produktdaten Materialdaten Layer 1 ERP Layer 1 PLM

                      Beschaffungsprozess

                      • Strategische Beschaffung
                        • fokussiert die Suche und Auswahl von geeigneten Lieferanten sowie der Vertragsschließung
                        • auch als Sourcing bezeichnet
                      • Operative Beschaffung
                        • geschlossener Vertrag bzw. geschlossene Bestellung wird abgewickelt
                        • auch als Ordering bezeichnet

                      Übersicht E-Procurement

                      Layer 1 E-Procurement Strategische Beschaffung Operative Beschaffung Ausschreibung Auktion Lieferantensysteme (Sell-Side) Beschaffersysteme (Buy-Side) Marktplatzsysteme (Marketplace)

                      Ausschreibungsverfahren

                      • Methode
                        • Bedarf wird ausgeschrieben
                        • qualifizierte Lieferanten werden ermittelt oder können sich bewerben (Request for Information)
                        • Lieferanten geben ein Angebot (Request for Quotation) oder unverbindlichen Vorschlag (Request for Proposal) ab
                        • Lieferant wird anhand bestimmter Kriterien gewählt (Preis, Qualität, regionale Nähe)
                      • System
                        • käuferseitige Lösung oder elektronische Marktplätze (E-Marketplace)

                      Auktionsverfahren

                      • Methode
                        • im Gegensatz zum Ausschreibungsverfahren findet eine dynamische Preisbildung statt
                        • Kombination von Ausschreibung in der Vorbereitungsphase und Auktion in der Preisfindungsphase
                        • Prozess ist abhängig vom Auktionsverfahren
                        • vorwiegend Reverse Auctions
                        • Anbieter unterbieten sich gegenseitig im Zeitverlauf
                      • System
                        • branchenspezifischer Marktplatz (E-Marketplace oder E-Auction)

                      Übersicht E-Procurement

                      Layer 1 E-Procurement Strategische Beschaffung Operative Beschaffung Ausschreibung Auktion Lieferantensysteme (Sell-Side) Beschaffersysteme (Buy-Side) Marktplatzsysteme (Marketplace)

                      Systeme zur operativen Beschaffung

                      • Sell-Side-Modell
                        • Online-Katalog und Einkaufssoftware wird vom Lieferanten zur Verfügung gestellt
                        • E-Shop im B2B-Bereich
                        • Nachteile
                          • Vergleich von Angeboten verschiedener Lieferanten schwer möglich
                          • unterschiedliche Designs und Navigationsstrukturen
                          • schwierige ERP-Integration beim Einkäufer
                        • Vorteile
                          • Lieferant kann Produkte optimal konfigurieren
                          • ERP-Integration beim Lieferant
                          • Betrieb und Wartung nicht beim Einkäufer

                      Systeme zur operativen Beschaffung (2)

                      • Buy-Side-Modell
                        • Einkaufssoftware und der überwiegende Teil des Katalogs wird vom einkaufenden Unternehmen betrieben
                        • oft auch als Desktop-Purchasing-Systeme bezeichnet
                        • Vorteile
                          • Multilieferantenkatalog ermöglicht die Lieferantenübergreifende Auswahl an Produkten
                          • Integration beim Einkäufer ermöglicht Anbindung an ERP-System, Anpassung an den unternehmensspezifischen Beschaffungsprozess
                        • Nachteile
                          • Betrieb und Wartung beim einkaufenden Unternehmen
                          • Anbindung der Kataloge (Vereinheitlichung, Synchronisation)

                      Dektop Purchasing-System: Prozess-Sicht


                        Dektop Purchasing-System: Komponenten-Sicht

                        Systeme zur operativen Beschaffung (3)

                        • Marketplace-Modell
                          • Funktionen zur Bestellabwicklung und Kataloge werden durch einen Marktplatzbetreiber (Intermediär) betrieben
                          • wird von mehreren Einkäufern und Lieferanten benutzt
                          • Vorteile
                            • Multilieferantenkatalog ermöglicht die lieferantenübergreifende Auswahl an Produkten
                            • Betrieb und Wartung beim Intermediär
                          • Nachteile
                            • Integration beim Einkäufer und Lieferant schwierig
                            • Anbindung der Lieferantenkataloge (Vereinheitlichung, Synchronisation)

                        Verbesserungen durch den Einsatz von E-Procurement

                        • Finanzbereich
                          • Einsparung bei der Beschaffung
                          • Produktkosten bei A- und B-Gütern sowie Prozesskosten bei C-Gütern
                          • Senken von Bestands- und Lagerhaltungskosten
                        • Prozessziele
                          • Vereinfachung und Automatisierung von Geschäftsprozessen
                          • Mitarbeiter können sich der strategischen Beschaffung widmen
                          • schnellerer Durchlauf der Beschaffungsvorgänge
                          • Qualitätsverbesserung bzw. Fehleranfälligkeit senken

                        Verbesserungen durch den Einsatz von E-Procurement (2)

                        • Informationsziele
                          • verbessertes Informationsangebot
                          • Suchen und Finden von Produkten und Preisen vereinfacht
                          • Nachvollziehbarkeit und Planungssicherheit

                        E-Commerce-System




                        E-Commerce-System

                        Intershop Enfinity

                        Intershop Enfinity Suite 6.0

                        • E-Commerce-System
                          • Software-System zur teilweisen bzw. vollständigen Unterstützung, Abwicklung und Aufrechterhaltung von Leistungsaustauschprozessen mittels elektronischer Netze
                        • Enfinity Suite
                          • kommerzielles Produkt von Intershop Communications AG
                          • MultiSite-Technologie
                          • gute Skalierbarkeit, Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit
                          • richtet sich an einen professionellen Einsatz

                        MultiSite-Technologie

                        Channel

                        • ein Channel bildet eine Geschäftsbeziehung zwischen Organisationen ab
                        • Channels ermöglichen
                          • die Umsetzung verschiedener Geschäftsmodelle
                          • die Einbindung von verschiedene Typen von Geschäftspartnern
                          • die Ausrichtung auf verschiedene Regionen
                          • die Verwendung von verschiedenen Handelsmarken/Brands

                        Channel (2)

                        • je nach Organisationstyp werden unterschiedliche Merkmale unterstützt
                          • Verwaltung und Austausch von Produktdaten
                          • Verwaltung von Kundendaten
                          • Verwalten von Angeboten und Rechnungsverwaltung
                          • Abwicklung von Verkaufsprozessen, usw.

                        Enfinity Procurement Channel

                        • ermöglicht den Einkauf bzw. die eschaffung von Produkten
                        • Funktionalität
                          • Verwaltung von Abteilungsstrukturen, Kostenstellen und Budgets
                          • frei definierbare Genehmigungsprozesse auf Abteilungs-, Kostenstellen- oder Produktgruppenbasis
                          • nahtlose Integration von mehreren Lieferanten durch Multi-Lieferanten-Kataloge
                          • Vertragsmanagement
                          • umfangreiche Möglichkeit für Produktvergleiche um das beste Angebot/Produkt zu identifizieren

                        Enfinity Supplier Channel

                        • ermöglicht den Aufbau von ieferantennetzwerken
                        • Funktionalität
                          • Verwaltung von Lieferantenkatalogen
                          • automatische Aufteilung und Weiterleiten von Bestellungen an Lieferanten
                          • Auftragsverwaltung durch Lieferanten
                          • strategische Beschaffung mit Ausschreibungen und Einkaufsauktionen

                        Enfinity Consumer Channel (E-Shop)

                        • ermöglicht den Verkauf an (private) Endkunden (B2C)
                        • Funktionalität
                          • Katalog- und Produktmanagement (Vergleich, Suche, …)
                          • vordefinierte Geschäftsprozesse (Registrierung, Bezahlung, Rechnungslegung, …)
                          • enge Integration mit dem Enfinity Content Channel
                          • Online-Marketing (Rabatte, Werbung, Aktionen)
                          • Auftragsverfolgung

                        Enfinity Business Channel

                        • ermöglicht den Online-Handel mit Geschäftskunden (B2B) 
                        • Funktionalität
                          • Katalog- und Produktmanagement
                          • vordefinierte Geschäftsprozesse (Bezahlung, Rechnungslegung, …)
                          • kundenspezifische Katalogansicht möglich
                          • Preisbildung konfigurierbar (Rabatte, Staffelpreise)
                          • Festlegen von Budgetlimits und Benachrichtigung wenn Überschreitung des Limits
                          • Verwendung von Standards zur Katalogklassifizierung, bspw. eCl@ss oder UN/SPSC
                          • Auftragsverfolgung

                        Enfinity Partner Channel

                        • ermöglicht die Anbindung von Geschäftspartnern. Somit können Waren und Dienstleistungen über Partnernetzwerke vertrieben werden.
                        • Funktionalität
                          • Regel-basierter Austausch von Content, Katalog- und Bestell-daten über die gesamte
                            Nachfragekette
                          • Einbeziehung der Online-Vertriebskanäle von Partnern
                          • Anbindung der Backendsysteme des Partners

                        Schichtenarchitekturen

                        • Strukturierungsprinzip für die Architektur von Softwaresystemen
                        • einzelne Aspekte des Softwaresystems werden einer Schicht (Tier oder Layer) zugeordnet
                          • Beherrschung von Komplexität
                          • ermöglicht die Entwicklung von verteilten Systemen

                        2-Schichten

                        3-Schichten

                        Architektur von Enfinity

                        1 - Präsentation

                           2 - Präsentationssteuerung  

                        3 - Anwendungsschich   4 - Datenhaltung

                        Beispiel: Pipelet

                        public class Example extends Pipelet
                        {
                           // a pipelet instance variable
                           private String name;
                           // the execute method - called by multiple threads concurrently
                           public int execute(PipelineDictionary dict)
                           {
                               // we get the company name from a profile and store it in an instance variable
                              Profile profile = (Profile)dict.get("SomeProfile");
                              name = profile.getDataSheet().getCompanyName();
                              // do something here
                              // ...
                              profile.getDataSheet().setCompanyName(name);
                              return PIPELET_NEXT;
                           }
                        }

                        Beispiel: Pipeline

                        Layer 1 Layer 1 Start Layer 1 Aktivität Layer 1 Interaktion Layer 1 Transition Layer 1 Entscheidung Layer 1 Schleife Layer 1 Ende Sequenz Entscheidung Schleife

                        Cartridge-Konzept

                        • Software-Modul
                        • gesamte Funktionalität von Enfinity ist in Cartridges implementiert
                        • Bestandteile
                          • Konfigurationsdatei, Pipelets, HTML, Templates, Pipelines

                        Literatur

                        • [Kollmann 2011]
                          Kollman, T: E-Business - Grundlagen elektronischer Geschäftsprozesse in der Net Economy, 4. Auflage. Gabler-Verlag, 2011, ISBN: 978-3-8349-2452-0

                        • [Stoll 2011]
                          Stoll, P: E-Procurement – Grundlagen, Standards und Situationen am Markt. Friedr. Vieweg & Sohn Verlag, 2007, ISBN: 978-3-8348-0269-9

                        Betriebliche Informationssysteme


                        VL 08 – Enterprise Application Integration (EAI)


                        Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

                        soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

                        Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

                        kuehne@informatik.uni-leipzig.de


                        Lernziele

                        • Enterprise Application Integration
                          • Begriff
                          • Konzepte
                          • Muster
                        • Abgrenzung zu historischen Ansätzen (Daten- und Funktionsintegration)
                        • Werkzeuge zur Umsetzung
                        • Bewertungskriterien

                        Rückblick




                        Rückblick

                        Integration und Unternehmensweite Anwendungssysteme

                        Enterprise Application Integration




                        Enterprise Application Integration

                        Grundlagen

                        Integrationsansätze

                        • 1970er: funktional-ausgerichtete Back-End-Systeme,
                          • z.B. SWIFT, VDA, …
                        • 1980er: unternehmensweite Datenmodelle
                          • z.B. DBMS, RPC
                        • 1990er: geschäftsprozessorientierte Integration
                          • z.B. ERP-Systeme, WfMS

                        Integrationsansätze (2)

                        • Ende 1990: neue Managementkonzepte wie CRM, SCM
                          • Object Broker: CORBA, EJB
                          • Message-oriented Middleware: JMS, MessageMQ
                          • Enterprise Application Integration: Message Broker + BPMS
                          • B2B-Integration: Sicherheit, Standard-Adapter
                        • 2000er: Service-oriented Architecture
                          • Web Services

                        Wege zur Anwendungsintegration

                        • Application-to-Application-Integration
                          • Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen gleichberechtigten Systemen
                          • „Spaghetti-Strukturen“ entstehen
                        • ERP-basierte Integration
                          • ERP-System als Kernanwendung
                          • evtl. nicht ausreichend, wenn Kommunikation zwischen Satellitensystemen erforderlich ist
                        • Enterprise Application Integration (EAI)
                          • zentraler Integrationshub mit Prozesswissen
                        Layer 1 Web ... ERP SCM Legacy Web ... ERP SCM Legacy EAI Web ... ERP SCM Legacy Layer 1 Layer 1

                        Punkt-zu-Punkt-Verbindung

                        − Synchrone Kommunikation

                        Layer 1 Punkt-zu-Punkt- Verbindung Extract Transform Insert AS AS 1 2

                        Punkt-zu-Punkt-Verbindung

                        - Asynchrone Kommunikation über ein DBMS


                        Layer 1 Punkt-zu-Punkt- Verbindung Extract Transform Insert AS AS 1 2 Store DBMS Retrieve Store Retrieve

                        Punkt-zu-Punkt-Verbindung

                        - Asynchrone Kommunikation über ein persistente Nachrichtenschlangen


                        Layer 1 Punkt-zu-Punkt- Verbindung Extract Transform Insert AS AS 1 2 Enqueue Dequeue Enqueue Dequeue Layer 1 image/svg+xml Layer 1 Layer 1 image/svg+xml Layer 1

                        Application-to-Application Integration

                        Layer 1 Web ... ERP SCM Legacy


                        • Anwendungen über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen gekoppelt
                        • große Anzahl von Verbindungen
                          • gerichtet: O(n*(n-1))
                          • ungerichtet: O(n*(n-1)/2)e

                        A2A-Integration-Szenario

                        Layer 1 AS 1 AS 3 AS 2 DBMS DBMS DBMS DBMS DBMS DBMS

                        A2A-Integration-Szenario

                        Layer 1 AS 1 AS 3 AS 2 Layer 1 image/svg+xml Layer 1 Layer 1 image/svg+xml Layer 1 Layer 1 image/svg+xml Layer 1 Layer 1 image/svg+xml Layer 1 Layer 1 image/svg+xml Layer 1 Layer 1 image/svg+xml Layer 1

                        Hub-and-Spoke-Architektur

                        Layer 1 Hub-and-Spoke- Architektur Extract Transform Insert AS AS 1 2 Store EAI Retrieve Store Retrieve AS AS 3 4

                        Enterprise Application Integration

                        • konventionelle Definition
                          • „EAI is the unrestricted sharing of data and business processes among any connected applications and data sources in the enterprise.” [Linthicum 2000]
                        • neuere Definition
                          • „Unter dem Begriff Enterprise Application Integration (EAI) werden Technologien zusammengefasst, welche automatisiert die Kommunikation und Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Anwendungen und Geschäftsprozessen innerhalb und zwischen Organisationen ermöglichen.” [Winkeler 2000]

                        Unterschied zwischen



                        Enterprise Application Integration

                        Enterprise Application Integration

                        Integrationsrichtungen

                        • Integrationsbreite (horizontal)
                          • entlang der Wertschöpfungskette
                        • Integrationstiefe (vertikal)
                          • Grad der semantischen
                        Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Layer 1 Vertrieb ... ... After Sales

                        Layer 1 Prozess- Ebene Bedeutung Prozess- definitionen Prozess- Ebene Nachricht Vokabular EAI Prozess- Ebene Bits Daten- übertragungs- EAI EAI Middleware protokoll Ausgetauschte Informationen Gemeinsame Metadaten Einsatzbereich Wert der Integration

                        Middleware

                        • zusätzliche Betriebssystemschicht, welche die Kommunikation von verteilten Anwendungen und die Umformung von Datenstrukturen unterstützt
                        • Beispiele
                          • entfernter Prozeduraufruf (RPC)
                          • nachrichtenorientierte Middleware
                          • verteilte Objektarchitekturen
                          • datenbankorientierte Middleware
                          • transaktionsorientierte Middleware
                          • Workflow-Managementsysteme

                        Integration auf Datenebene

                        • Übertragung von Daten von einem System in ein anderes mittels Datentransferprotokollen
                        • Vorteile
                          • relativ einfach und kostengünstig realisierbar
                          • keine bzw. geringe Änderungen an Applikationen erforderlich
                        • Nachteile
                          • Abhängigkeit von Datenmodell und Datenbank
                          • evtl. Gefährdung der Datenintegrität der Anwendungen
                        • Realisierung
                          • Datenbank-Middleware
                        Layer 1 Prozess- Ebene Bedeutung Prozess- definitionen Prozess- Ebene Nachricht Vokabular EAI Prozess- Ebene Bits Daten- übertragungs- EAI EAI Middleware protokoll Ausgetauschte Informationen Gemeinsame Metadaten Einsatzbereich Wert der Integration

                        Integration auf Funktionsebene

                        • Nutzung von Funktionen der zu integrierenden Systeme zum Zugriff auf Daten und Applikationslogik
                        • Vorteile
                          • Unabhängigkeit von Datenstruktur der Anwendung
                        • Nachteile
                          • Abhängigkeit von Funktionalität der Schnittstellen
                        • Realisierung
                          • Distributed Object Technology
                          • Message Oriented Middleware
                        Layer 1 Prozess- Ebene Bedeutung Prozess- definitionen Prozess- Ebene Nachricht Vokabular EAI Prozess- Ebene Bits Daten- übertragungs- EAI EAI Middleware protokoll Ausgetauschte Informationen Gemeinsame Metadaten Einsatzbereich Wert der Integration

                        Integration auf Prozessebene

                        • Unterstützung von Prozessen, bei deren Ablauf Objekte verarbeitet werden
                        • Vorteile
                          • hohe Prozessflexibilität
                          • single point of control
                        • Nachteile
                          • aufwändige Umsetzung
                        • Realisierung
                          • EAI-Integrationsserver
                        Layer 1 Prozess- Ebene Bedeutung Prozess- definitionen Prozess- Ebene Nachricht Vokabular EAI Prozess- Ebene Bits Daten- übertragungs- EAI EAI Middleware protokoll Ausgetauschte Informationen Gemeinsame Metadaten Einsatzbereich Wert der Integration

                        EAI-Systeme




                        EAI-Systeme

                        Fähigkeiten

                        Transport von Nachrichten

                        • Message Broker
                          • Nachrichtenaustausch über einen zentralen Server
                          • EAI-Server unterstützt mehrere Formate
                          • im EAI-Server können zusätzliche Dienste zur Verfügung gestellt werden
                        • Bus-Infrastruktur
                          • Nachrichten werden über Adapter in interne Normalform konvertiert
                          • Kommunikation erfolgt nicht über einen dedizierten Server
                        Layer 1 MB ESB

                        Kommunikationsstile

                        • synchron
                          • Request/Reply
                          • Einwegkommunikation
                          • Synchrones Polling
                        • asynchron
                          • Message Passing
                          • Broadcasting
                          • Publish/Subscribe

                        Nachrichtentransformation

                        • ETL-Tools
                          • Extraktion
                          • Transformation
                          • Laden
                        Layer 1 Legacy- Struktur Dummy- XML Genormtes XML

                        Geschäftslogik

                        • zusätzliche Geschäftslogik im EAI-Server
                          • Programmierumgebungen, Frameworks
                          • graphische Modellierungsumgebungen
                        • Geschäftsprozesse
                          • Integration von WfMS-Komponenten
                        • Geschäftsregeln (Business Rules)
                          • Regeln in Geschäftsprozessdefinitionen
                          • Routing von Nachrichten
                          • Regeln zur Datentransformation/Mapping
                          • Unterstützung durch graphische Entwicklungsumgebungen

                        EAI-Integrationsmuster

                        • Vermittlung
                          • EAI-System fungiert als Nachrichten-Broker
                          • Ereignisse in Anwendungssystemen initiieren Aktionen im EAI-System (bspw. Propagieren von Änderungen in relevanten Anwendungssystemen)
                        • Förderation
                          • EAI-System fungiert als Fassade über mehrere Anwendungen
                          • Ereignisse im Umsystem werden vom EAI-System (im Sinne einer Schnittstelle) entgegen genommen und entsprechend behandelt.

                        Referenzarchitektur [Keller 2001]

                        Layer 1 Prozessschicht Kommunikationsschicht Protokoll-Adapterschicht SMTP HTTP FTP ...

                        Technische Fähigkeiten

                        • garantierte Auslieferung von Nachrichten
                        • Scheduling/Priorisierung von Nachrichten
                        • Konnektivität
                          • vorhandene oder zukaufbare Adapter
                          • Programmierung/Anpassung von Adaptern
                          • unterstützte Kommunikationsmodelle der Adapter
                          • Performance von Adaptern
                        • Sicherheitskonzepte
                        • Routing
                        • Repository für Nachrichtentypen
                        • Namensdienste

                        Fähigkeiten der Betriebsunterstützung

                        • Load Balancing/Fail over
                        • Monitoring
                        • Recovery-Fähigkeiten
                        • transparente Verteilbarkeit
                        • Tracing/Debugging

                        Nicht-funktionale Eigenschaften

                        • Performance
                        • Skalierbarkeit
                        • Zuverlässigkeit
                        • Tool-Support
                        • Marktposition des Herstellers
                        • Total Cost of Ownership (TCO)

                        EAI-Server (Auswahl)

                        • Microsoft BizTalk Server
                        • (Oracle) OpenESB
                        • Vitria BusinessWare
                        • Software AG EntireX
                        • BEA WebLogic
                        • IBM WebSphere

                        Microsoft BizTalk Server




                        Microsoft BizTalk Server

                        ein EAI-Server

                        Geschäftsprozesse und Nachrichten in BizTalk

                        Nachrichtentransformation

                        Verfügbare Adapter

                        Definition von Mappings

                        Entwurf von ausführbaren Prozessen

                        Business Rules und Enactment

                        Skalierbarkeit

                        Administration und Betrieb

                        Enterprise Application Integration




                        Enterprise Application Integration

                        Bewertung

                        Bewertung EAI

                        • Vorteile
                          • anwendungssystemübergreifender Zugriff auf Informationen
                          • Rationalisierung von Geschäftsprozessen
                          • adressiert systemübergreifende Datenintegrität
                          • verbessert die Wartung/den Betrieb integrierter Informationssysteme
                        • Nachteile
                          • hohe Entwicklungskosten
                          • hoher organisatorischer Aufwand
                          • Viele Projekte scheitern

                        Abgrenzung von EAI zur Service Orientierten Architektur (SOA)

                        • EAI kann als Vorgänger von SOA gesehen werden
                        • ähnliche Konzepte und Ziele
                          • Anbindung an zentralen Kommunikationsserver
                          • Fokussierung auf Vereinheitlichung, Optimierung, Flexibilisierung
                        • Unterschiede
                          • SOA fordert Service-Paradigma (Anwendungen stellen Funktionalitäten als Service über einen einheitlichen Zugriffsmechanismus zur Verfügung)
                          • bei EAI bleiben Anwendungssysteme in ihrer Form bestehen

                        Definition Enterprise Application Integration

                        • Definition Enterprise Application Integration
                        • Abgrenzung zu anderen Integrationsansätzen
                        • EAI-Konzepte
                        • Funktionalitäten von EAI-Server
                        • Microsoft BizTalk Server

                        Betriebliche Informationssysteme


                        VL 09 – Serviceorientierte Architektur


                        Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

                        soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

                        Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

                        kuehne@informatik.uni-leipzig.de


                        Lernziele

                        • Serviceorientierte Architekturen
                          • Prinzipien
                          • Ziele
                          • Bewertungen
                        • Service
                        • SOA-Technik
                          • Web Services
                          • Semantic Services
                          • Android Services

                        Serviceorientierte Architektur




                        Serviceorientierte Architektur

                        Architekturparadigma

                        Serviceorientierte Architektur (SOA)

                        • Begriff erstmals eingeführt durch Gartner (1996)
                          • bisher keine einheitliche Definition
                        • [OASIS 2006]
                          • “paradigm for organizing and utilizing distributed capabilities that may be under the control of different ownership domains.”
                            • technologieunabhängiges Konzept
                            • anwendbar in unterschiedlichen Bereichen und Abstraktionsebenen

                        Serviceorientierte Architektur (SOA)

                        • [Starke u. Tilkov 2007]
                          • "Eine serviceorientierte Architektur (SOA) ist eine Unternehmensarchitektur, deren zentrales Konstruktionsprinzip Services (Dienste) sind.“
                          • Unternehmenswert steht im Vordergrund

                        Serviceorientierte Architektur (SOA)



                        • SOA := Component based Design
                        • SOA := Enterprise Application Integration
                        • SOA := Business Process Management

                        Service

                        • klar gegeneinander abgegrenzte und aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvolle Funktion
                        • Erbringung durch eine Unternehmenseinheit oder durch externe Partner
                        • Nutzung:

                        Beispiel

                        Wer nutzt Services, wer stellt diese bereit?

                        • erfordert Mehrwert von Diensten für Erbringer und Nutzer
                          • Provide-or-consume-Entscheidung
                          • Verrechnungsmodelle
                            • protokollierte Nutzung, Zuordnung zu Nutzern
                            • transaktionsorientierte Verrechnung
                          • Katalogisierung

                        Wer nutzt Services, wer stellt diese bereit? (2)

                        • technische Services, wie Datensicherung, möglich, jedoch nicht im Fokus
                        • Wiederverwendung durch Aufruf
                          • Services werden oft remote erbracht
                          • Performance
                          • grobgranularer Entwurf

                        Serviceschnittstelle und Implementierung

                        • Service besteht aus
                          • öffentliche (stabile) Schnittstelle
                            • Operationen
                            • ausgetauschte Informationen
                            • Adresse
                          • Implementierung (intern)
                            • Geschäftslogik
                            • Daten
                          • Policies
                            • Sicherheitsanforderungen/Berechtigungen
                            • Performanceanforderungen
                            • organisatorische Zuordnungen

                        Entwurfsziel: lose Kopplung von Services

                        • Entkopplung, soweit wie möglich, bzgl.
                          • zeitliche Abhängigkeit
                          • örtliche Abhängigkeit
                          • Struktur- und Implementierungsabhängigkeit
                          • Datenabhängigkeit

                        Zwischenfazit

                        • SOA als unternehmensweites Architekturkonzept
                          • einheitliche, durchgängige Architektur für alle Fachbereiche eines Unternehmens
                        • SOA-Migration ist langfristiges Vorhaben
                          • unternehmensspezifische Entscheidungen, Ausprägungen
                        • Konstruktionsprinzip Service
                          • Services übernehmen die Rolle von Anwendungen
                          • Outsourcing auf Basis von Services
                          • Verantwortlichkeiten für Services

                        Perspektiven auf SOA

                        Layer 1 Business Vorgehensweisen Methoden Governance Architektur Technik Betrieb

                        SOA-Technik




                        SOA-Technik

                        Web Services

                        Architekturstile

                        • schnittstellenorientiert
                          • Fokus: Serviceschnittstellen und -operationen
                          • oft synchrone Kommunikation (Request/Reply)
                        • nachrichtenorientiert
                          • Fokus: ausgetauschte Nachrichten
                          • oft in Umgebungen mit EAI- oder MOM-Hintergrund

                        Architekturstile (2)

                        • ressourcenorientiert
                          • Fokus: identifizier- und adressierbare Ressourcen
                          • feste Methoden durch Applikationsprotokoll
                          • auch als „Ressourcenorientierte Architektur“ bezeichnet
                          • vgl. REST [Algermissen 2009]

                        Web-Service-Stack

                        SOAP (urspr. Simple Object Access Protocoll)

                        • SOAP v1.2 ist W3C Recommendation
                        • Protokoll zum Austausch XML-basierter Nachrichten
                        • regelt
                          • Nachrichtendesign
                          • Abbildung und Interpretation von Nachrichten
                          • Konventionen für entfernte Prozeduraufrufe

                        SOAP (urspr. Simple Object Access Protocoll) (2)

                        • unabhängig vom zugrunde liegenden Transportprotokoll
                        • unabhängig von der Semantik der übertragenen Nachrichten
                        • ermöglicht lose Kopplung zwischen Anwendungssystemen
                        • impliziert gewissen Overhead

                        SOAP-Aufbau

                        • Header enthält Informationen, die von Vermittlerknoten ausgewertet werden können
                        • Body enthält den Inhalt, der zwischen einem Sender und einem Empfänger ausgetauscht werden soll

                        SOAP – Konventionen zur Nachrichtenkonstruktion

                        Interaktionsstile
                        Layer 1 soap-envelop Envelope soap-envelop Body <Bestellung> <Produkt>…</…> <Menge>…</…> </…> soap-envelop Envelope soap-envelop Body <Bestellung> <Produkt>…</…> <Menge>…</…> </…> <bestellen </…> Document Style RPC Style


                        • Möglichkeiten der Codierung
                          • XML Schema-konform (literal)
                          • SOAP-spezifisch (encoded)

                        SOAP-Bindings

                        • SOAP spezifiziert zustandslose Ein-Wege-Kommunikation
                        • HTTP-Binding
                          • Konstruktion von HTTP-Requests (GET, POST, …) und entsprechenden Response-Nachrichten
                          • Adressierung über HTTP-URI
                          • kein explizites Routing in SOAP (ergibt sich durch HTTP-Routing)

                        Web Service Description Language

                        • Beschreibung von Web Services
                        • vergleichbar zu konventionellen IDLs
                          • jedoch mit konkreten Bestandteilen
                        • Lokalisierung von Web Services
                        • ursprünglich von IBM, Microsoft und Ariba entwickelt
                        • plattform-, programmiersprachen- und protokollunabhängig
                        • WSDL 2.0 ist W3C Recommendation

                        WSDL 1.1-Bestandteile

                        • abstrakte
                          • types
                          • message
                          • portType
                            • operation
                              • input
                              • output
                              • fault

                        WSDL 1.1-Bestandteile (2)

                        • konkrete
                          • binding
                            • operation
                          • service
                            • port

                        WSDL 1.1-Beispiel (message, portType)

                        <!-- request GetLastTradePriceInput is of type TradePriceRequest -->
                        <wsdl:message name="GetLastTradePriceInput">
                            <wsdl:part name="body" element="xsd1:TradePriceRequest"/>
                        </wsdl:message>
                        <!-- request GetLastTradePriceOutput is of type TradePrice --><wsdl:message name="GetLastTradePriceOutput">
                            <wsdl:part name="body" element="xsd1:TradePrice"/>
                        </wsdl:message>
                        
                        

                        <!-- wsdl:portType describes messages in an operation -->

                        <wsdl:portType name="StockQuotePortType">

                        <!-- the value of wsdl:operation eludes me -->

                           <wsdl:operation name="GetLastTradePrice">

                               <wsdl:input message="tns:GetLastTradePriceInput"/>

                               <wsdl:output message="tns:GetLastTradePriceOutput"/>

                            </wsdl:operation> </wsdl:portType>

                        WSDL 1.1-Beispiel (binding)

                        <wsdl:binding name="StockQuoteSoapBinding“ 
                        
                          type="tns:StockQuotePortType">
                        
                           <soap:binding style="document"   
                        
                          transport="http://schemas.xmlsoap.org/soap/http"/>
                        
                        
                           <wsdl:operation name="GetLastTradePrice">
                        
                          <soap:operation soapAction="http://example.com/GetLastTradePrice"/>
                        
                        
                          <wsdl:input>
                        
                                  <soap:body use="literal"/>
                        
                          </wsdl:input>
                        
                              <wsdl:output>
                        
                                 <soap:body use="literal"/>
                        
                              </wsdl:output>
                        
                          </wsdl:operation>
                        
                        </wsdl:binding>

                        WSDL 1.1-Beispiel (binding)

                        <wsdl:service name="StockQuoteService">
                        
                          <wsdl:documentation>My first service</documentation>
                        
                        
                          <wsdl:port name="StockQuotePort" binding="tns:StockQuoteBinding">
                        
                        
                          <!-- give the binding an network address-->
                        
                             <soap:address location="http://example.com/stockquote"/>
                        
                           </wsdl:port>
                        
                        </wsdl:service>

                        WSDL 2.0-Bestandteile

                        • abstrakte
                          • types
                          • interface
                            • operation
                        • konkrete
                          • binding
                          • service
                            • endpoint

                        Koordination von Web Services

                        • Realisierung einer Geschäftsfunktion beinhaltet oft mehrere Services
                        • Koordinationskonzepte
                          • Choreographie
                          • Komposition
                        • Komposition enthält [Bussler 2001]
                          • Art und Beschaffenheit der zu aggregierenden Services
                          • Prozessbeschreibungsschema (Orchestrierungsschema)
                          • Datenbeschreibungsschema
                          • Service-Selektierungsschema
                          • Transaktionsschema
                          • Ausnahmebehandlungsschema

                        Business Process Execution Language

                        • Prozessbeschreibungssprache zur Komposition von Web Services
                        • Unterstützung langlebiger Prozesse („Programming in the Large“)
                        • BPEL-Prozesse sind selbst wieder Services (beschrieben durch WSDL)
                        • BPEL4WS 1.1 u.a. von BEA, Microsoft, IBM entwickelt
                          • Microsoft: blockstrukturiertes XLang
                          • IBM: graphstrukturiertes WSFL
                        • Standardisierung durch OASIS
                          • Organization for the Advancement of Structured Information Standards
                        • aktuelle Version BPEL 2.0: WS-BPEL

                        BPEL-Metamodell

                        BPEL-Beispiel

                        Frage

                        • Wie kommt man vom Geschäftsprozessmodell (z.B. modelliert in ARIS) zur lauffähigen Orchestrierung (z.B. in BPEL-Designer bzw. ActiveBPEL)
                          • [Kühne 2009]

                        Erweiterungen von WS-BPEL

                        • BPEL4People
                          • Erweiterung um nutzerinteraktive Aspekte
                        • BPEL-SPE, BPELlight
                          • Modularisierung von Orchestrationen
                          • wiederverwendbare Teilprozesse
                        • BPELJ
                          • Einbettung von Java-Anweisungen (Java-Snippets)
                        • Microsoft BizTalk Server
                          • call-Konstrukt
                        • Oracle BPEL-Manager
                          • flowN-Konstrukt

                        Beschreibung nicht-funktionaler Eigenschaften

                        • WS-Policy
                        • WS-Addressing
                        • WS-Reliable Messaging
                        • WS-Security
                        • WS-SecurityPolicy
                        • Security Assertion Markup Language (SAML)
                        • WSFederation,
                        • WS-Trust
                        • WS-SecureConversationeme

                        WS-Interoperability (WS-I)

                        • Gruppe von Unternehmen, die Best Practices zur Interoperabilität von Web-Services-Techniken herausgibt
                        • Veröffentlichung von
                          • Profilen
                          • Referenzimplementierungen
                          • Werkzeugen
                        • Beispiele
                          • Basic Profile (Serialisierung von Nachrichten, Nutzung von SOAP, Beschreibung von Services)
                          • Basic Security Profile
                          • Reliable Secure Profile

                        Enterprise Service Bus

                        • Integrationsplattform
                        • regelt Kommunikation zwischen Service-Provider und -Consumer
                        • Infrastrukturdienste, wie
                          • intelligentes Routing
                          • Logging
                          • Authorisierung
                          • Transaktionsmanagement
                          • Nachrichtentransformation
                        • regelt technische Konnektivität (inkl. Netzwerk- und Protokolldetails)
                        • Kapselung heterogener Technologien
                        • Kapselung verschiedener Kommunikationskonzepte

                        Serviceorientierte Architektur




                        Serviceorientierte Architektur

                        Semantic Services

                        Semantic Services

                        • etwa zeitgleiche Entwicklung von
                          • Semantic Web
                          • XML, SOAP, Web Services
                        • Beziehungen im Kontext dynamischer Choreographie und Orchestrierung
                        • Semantic Web Services
                          • Einsatz von Agenten-Technologien für Discovery, Execution, Composition, Interoperation
                          • Ontology Web Language for Services (OWL-S)
                          • Web Service Modeling Ontology (WSMO)
                          • Semantic Web Services Framework (SWSF)
                          • Web Service Semantics (WSDL-S)

                        Prinzipien von Semantic Services

                        • Anwendungsfälle
                          • Publishing/Discovery
                          • Matching/Composition
                        • benötigen
                          • Verweise auf Taxonomien
                          • Annotationen in WSDL-Dokumenten
                          • Adaption zur Laufzeit
                          • Einsatz von Mapping-Services
                        • Implikationen
                          • Unternehmensontologie

                        Serviceorientierte Architektur




                        Serviceorientierte Architektur

                        auf Basis von Android

                        Android

                        • Apps bestehen aus vier Komponententypen
                          • Activity: benutzerorientierte Funktionalitäten mit grafischer Repräsentation
                          • Service: benutzerorientierte Funktionalitäten im Hintergrund
                          • BroadcastReceiver: Listener-Funktionalität, die auf verschiedene Ereignisse reagiert
                          • ContentProvider: tabellenorientierte Datenspeicherung
                        • Servicebeschreibung durch
                          • ACTION
                          • CATEGORY
                          • DATA
                        • Intents und Intentfilter

                        Android

                        SOA-Konzepte [Dienst 2011]

                        • Serviceaufruf
                          • Aufruf von Services durch Intents-Struktur
                          • Explizit: genaue Angabe der Implementierungsklasse
                          • Implizit: Action, optional mind. eine Category, URI
                        • Servicerepository
                          • Abgleich Intent mit Intentfilter (aller Apps)
                          • Disambiguierung durch Benutzer
                        • Lose Kopplung
                          • dynamische Bindung
                          • synchroner oder asynchroner Aufruf

                        Beispiel

                        • Szenario
                          • Im Rahmen einer Instandhaltungsdienstleistung sind Aufträge für Wartungs-, Entstörungs- und Vorsorgemaßnahmen zur Gewährleistung der Verfügbarkeit einer technischen Anlage zu koordinieren. Hierbei werden Ersatzteil-, Werkzeug-, Hilfs- und Betriebsstofflieferanten sowie Servicetechniker einbezogen.
                          • Ein konkreter fachlicher Service in diesem Szenario ist bspw. die Abfrage von Verfügbarkeiten und Angeboten für bestimmte Leistungen zu bestimmten Terminen, wie z. B. die Lieferung eines Ersatzteils, die Bereitstellung eines Krans oder die Durchführung eines Ölwechsels, bei alternativen Anbietern.
                        • Intent
                          • ACTION org.eumonis.maintenance.wea
                          • CATEGORY offshore, KW27, WEA Gen 2, 500kW
                          • DATA eumonis://.../weagen2/...

                        Serviceorientierte Architektur




                        Serviceorientierte Architektur

                        Anforderungen an Services

                        Granularität von Services

                        • Wie viele SOA-Services hat ein Finanzdienstleister?
                          • technische Betrachtung vs.
                          • fachliche Funktionen
                        • Methodiken
                          • Top-down-Herleitung aus Geschäftsarchitektur
                          • Bottum-up-Betrachtung vorhandener Systeme

                        Ableitung aus Geschäftsfunktionen [von Henning 2007]

                        • Geschäftsprozesse ungeeignet
                        • Geschäftsfunktionen bilden Grundlage, da kontextfrei
                        • einheitliches Informationsmodell benötigt

                        Anforderungen an Schnittstellen [Keller 2007]

                        • Regeln/Heuristiken für OO sind prinzipiell übertragbar
                        • Einhaltung von Namenskonventionen
                        • Trennung von Fachlichkeit und Technik
                        • konsistente Zustandsübergänge
                        • Redundanz- und Überschneidungsfreiheit
                        • einprägsame Abstraktionen, verständliche Namen
                        • Verwendung fachlicher Datentypen
                        • Vermeidung unnötiger Abhängigkeiten durch „fette“ Schnittstellen
                        • kontextfreie Operationen

                        Serviceorientierte Architektur




                        Serviceorientierte Architektur

                        Zusammenfassung und Bewertung

                        SOA-Zusammenfassung

                        • Business-IT-Alignment durch gemeinsames Strukturierungsprinzip (Service)
                        • geschäftliche Fokussierung und notwendige technische Unterstützung
                        • IT-Architekturansatz
                          • präzise Schnittstellen
                          • Lose Kopplung zur Flexibilisierung
                          • Einsatz von Standards (XML, HTTP, SOAP, WSDL, …)
                          • Einsatz von Metadaten zur Beschreibung nicht-funktionaler Eigenschaften

                        Risiken

                        • keine Alternativen zu SOA?
                        • klare Struktur durch ESB?
                        • Transaktionssicherheit?
                        • Services sind einfach zu handhaben?
                        • Wiederverwendung durch SOA?
                        • Abstraktion von zugrunde liegender Technik?
                        • Allheilmittel Lose Kopplung?
                        • SOA vereinheitlicht technische Architekturen?
                        • SOA vereinheitlicht die fachliche Seite?
                        • SOA als Management-Hype?

                        Bewertung

                        • SOA-Initiativen sind langfristige Vorhaben
                          • mit entsprechenden Potenzialen
                          • mit entsprechenden Risiken
                        • SOA kann auf grüner Wiese gut funktionieren
                        • SOA impliziert in gewachsenen Umgebungen neuartige Probleme
                        • SOA ist keine Universallösung

                        Zusammenfassung

                        • Serviceorientierte Architekturen
                          • Prinzipien
                          • Ziele
                          • Bewertung
                        • Services
                        • SOA-Technik
                          • Web Services

                        SOA – weitere Aspekte

                        • Einführung einer SOA
                        • SOA-Governance
                        • Betrieb einer SOA-Applikationslandschaft (Bezug zu ITIL)
                        Gernot Starke, Stefan Tilkov (Hrsg.): SOA-Expertenwissen – Methoden, Konzepte und Praxis serviceorientierter Architekturen.

                        Betriebliche Informationssysteme


                        VL 10 – Business-to-Business (B2B)-Integration


                        Sören Auer, TU Chemnitz, ISST

                        soeren.auer@informatik.tu-chemnitz.de

                        Stefan Kühne, Universität Leipzig, FMI IFI BIS

                        kuehne@informatik.uni-leipzig.de


                        Lernziele

                        • Standardisierungsbestrebungen im Bereich B2B-Integration Problemfelder kennen
                        • Problemfelder kennen
                        • Standards für
                          • Produktklassifikationen
                          • Kataloge
                          • Transaktionen und
                          • Prozesse

                        Integrationsansätze

                        • 1970er: funktional-ausgerichtete Back-End-Systeme,
                          • z.B. SWIFT, EDI, VDA, …
                        • 1980er: unternehmensweite Datenmodelle
                          • z.B. DBMS, RPC
                        • 1990er: geschäftsprozessorientierte Integration
                          • z.B. ERP-Systeme, WfMS

                        Integrationsansätze (2)

                        • Ende 1990: neue Managementkonzepte wie CRM, SCM
                          • Object Broker: CORBA, EJB
                          • Message-oriented Middleware: MessageMQ, JMS
                          • Enterprise Application Integration: Message Broker + BPMS
                          • B2B-Integration: Sicherheit, Standard-Adapter
                        • 2000er: Service-oriented Architecture
                          • Web Services

                        EDI




                        EDI

                        Electronic Data Interchange

                        Elektronischer Datenaustausch

                        • elektronischer Austausch von Geschäftsdokumenten, wie
                          • Bestellungen
                          • Lieferscheine
                          • Rechnungen
                        • Austausch von standardisierten Dokumenten und Übermittlung von strukturierten Daten
                        • Nutzung eines gemeinsamen Kommunikationskanals bzw. Mediums

                        Elektronischer Datenaustausch (2)

                        • Grundformen:
                          • bilaterale Austauschbeziehungen zwischen zwei Unternehmen, in der Regel Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im Rahmen vertikaler Geschäftsverbindungen
                          • multilaterale Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, die eines enormen organisatorischen und technischen Aufwandes bedürfen und
                          • Clearing-Center, hier bieten spezielle Dienstleister (EDI-Outsourcer) bedarfsgerechte Kommunikationslösungen an

                        Electronic Data Interchange (EDI)

                         - Standardisierung durch

                        1. ANSI: ASC X12
                          • nationaler US-amerik. Standard
                          • 1978
                          • Konzepte: Transactions Sets, Number, Version, Segments, Elements
                        2. UN/CEFACT: UN/EDIFACT
                          • United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business
                          • United Nations Directories for Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
                          • 1988

                        EDIFACT

                        • Verzeichnisse
                          • dient der Versionierung
                          • z.B. D.10B
                          • http://www.unece.org/trade/untdid/directories.htm
                        • Subsets
                          • branchenspezifische Teilmengen
                          • Reduktion der Komplexität
                        • Nachrichtentypen
                          • Standardisierung von Nachrichten
                          • 6-stellige Kurzbezeichnung
                          • bspw. INVOIC, ORDERS, PAYORD, …

                        EDIFACT – Aufbau von Nachrichten

                        • Aufbau
                          • Briefumschlag
                            • Beginn durch UNB und Abschluss durch UNZ
                            • virtueller Briefumschlag mit Absender- und Empfänger-ID
                          • Vereinbarung von Trennzeichen
                            • über UNA-Segment
                          • Nutzdaten
                            • Segmente
                            • Datenelementgruppen (Composite Elements)
                            • Datenelemente
                        Layer 1 UNA UNB ... ... ... UNZ

                        EDIFACT – UNA-Segment

                        UNA : +, ?   '
                                 | | | | | + - - - > Segmentendezeichen
                                 | | | | + - - - - > reserviert, bleibt leer
                                 | | | + - - - - - > Release-Zeichen
                                 | | + - - - - - - > Zeichen für's Dezimalkomma
                                 | + - - - - - - - > Datenelement-Trennzeichen 
                                + - - - - - - - - > Composite-Element-Trennzeichen 

                        Beispiel: Versand einer Rechnung

                        • Verzeichnis
                          • D93A
                        • Nachricht
                          • INVOIC
                        • Dezimalzeichen
                          • ,

                        EDIFACT – UNB

                        Layer 1 UNB+UNOA:2+FHPEDAL+HUBERGMBH+990802:1557+9908021557'